Deutsch – Attaque https://attaque.noblogs.org Chronique de la guerre sociale en France Tue, 28 Oct 2025 17:25:46 +0000 fr-FR hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Bure (und überall): Zur Verteidigung von La Gare https://attaque.noblogs.org/post/2025/10/27/bure-und-uberall-zur-verteidigung-von-la-gare/ Mon, 27 Oct 2025 16:30:03 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=61183 Continuer la lecture ]]> de.indymedia.org / dimanche 26 octobre 2025

Seit dem 11. Oktober ist der Bahnhof illegal besetzt. Wir haben die ersten anstrengenden Tage voller Angst und Hoffnung, Furcht und Freude hinter uns, die eine solche Situation mit sich bringt. Die Festsetzung eines neuen Verhandlungstermins auf den 5. November verschafft uns eine kleine Atempause und die Möglichkeit, wieder zu Atem zu kommen. Wir wissen noch nicht, ob wir ab dem 6. November (erneut) rechtmäßig geräumt werden können oder ob das Urteil zu einem späteren Zeitpunkt gefällt wird. Die aktuelle Situation schützt uns auch nicht vor der realistischen Möglichkeit einer illegalen Räumung, ganz zu schweigen von der Gefahr von Angriffen und den seit einigen Tagen zunehmenden Provokationen durch die Ordnungskräfte. Es gibt also noch viel zu tun, sowohl für uns vor Ort als auch für Sie, die uns unterstützen möchten! Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen (sicherlich unvollständigen) Überblick über die Situation geben…

 Phase 1: Die Besetzung (wo wir derzeit stehen)

Tragen Sie sich in die Alarmliste (Signal) ein und bleiben Sie auf bureburebure.info über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Informationen dazu finden Sie hier: http://bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion/events/event/fil-info-occupation-de-la-gare/

Helfen Sie mit, die Besetzung aufrechtzuerhalten und sich auf den bevorstehenden Angriff vorzubereiten. Es gibt viel zu tun: den Alltag in der Gemeinschaft organisieren, Wachdienste übernehmen, die Verteidigung verstärken und vieles mehr… Emotionale Unterstützung, Geselligkeit oder auch nur Ihre bloße Anwesenheit sind Faktoren, die nicht zu unterschätzen sind.

Es ist nicht sicher, ob wir das Datum der Räumung im Voraus bestimmen und rechtzeitig Alarm schlagen können, um uns zum gegebenen Zeitpunkt zu mobilisieren. Denn neben einem gewissen Glücksfaktor hängt dies auch stark von unseren Fähigkeiten und der Unterstützung ab, die wir vor Ort erhalten.

Wenn ihr entschlossen seid, euch gegen die bevorstehende Räumung zu wehren, sie zu verzögern und im besten Fall zu verhindern, dann ist JETZT der richtige Zeitpunkt, hierher zu kommen!

Wenn ihr nicht kommen könnt, unterstützt uns von außen: Informiert und mobilisiert eure Freund*innen und Genoss*innen (z. B. durch Informationsveranstaltungen und Solidaritätsabende, Ressourcen sind verfügbar, kontaktiert uns). Erhöht den Druck auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger*innen (Solidaritätsaktionen). Seid bereit, spontan auf einen Räumungsalarm zu reagieren!

 

Phase 2: Die „Räumung”

Im Falle eines Angriffs auf den Bahnhof werden wir den Räumungsalarm über alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle auslösen. Helfen Sie uns, diese Information so weit wie möglich zu verbreiten, und kommen Sie so schnell wie möglich hierher!

Das Ziel ist es, die Räumung zu erschweren und im besten Fall zu verhindern. Ob auf Barrikaden, durch Blockaden in der Höhe oder durch verschiedene Aktionen – jede Initiative, die diesem Ziel dient, ist willkommen!

Während der Räumungsphase (und danach) stehen das Rechtsteam, Sanitäter und ein Team zur Verfügung, das sich um die Betroffenen kümmert.

Am Tag nach dem Angriff wird in Bure eine Dringlichkeitssitzung für Personen aus der Region und von außerhalb organisiert: 10 Uhr / BZL

Wir gehen davon aus, dass der Bahnhof zu diesem Zeitpunkt abgesperrt oder schwer zugänglich sein wird, wenn nicht sogar bereits geräumt. In diesem Fall kommen Sie trotzdem! Wir werden Treffpunkte für Personen von außerhalb einrichten. Derzeit sind dies die Augustine (in Mandres) und BZL (in Bure). Dort erhalten Sie aktuelle Informationen zur Lage und (im Rahmen unserer Möglichkeiten) logistische Hilfe. Wenn der Bahnhof nicht mehr als Unterkunft genutzt werden kann, werden wir versuchen, Sie von den Sammelstellen zu verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften in der Umgebung weiterzuleiten.

Es ist möglich, dass die Räumung mit Angriffen und Blockaden gegen andere kollektive Orte einhergeht. Seid im Notfall bereit, bei der Suche nach Unterkunft und Verpflegung viel Spontaneität und Eigeninitiative zu zeigen!

Solange der Bahnhof Widerstand leistet, könnten die Ziele einer Unterstützung von außen beispielsweise folgende Maßnahmen umfassen:

Versorgung der Genossinnen vor Ort.

Blockade der polizeilichen Infrastruktur.

Weiterleitung unserer Kommunikation.

Materielle und emotionale Unterstützung für diejenigen, die sich entscheiden, den Bahnhof vor der eigentlichen Räumung zu verlassen.

 

Phase 3: Die Antwort

Neben dem Zeitpunkt des Angriffs selbst bedeutet die Räumung für die Polizei einen mehrwöchigen intensiven Einsatz: Der Ort muss „mit dem Hochdruckreiniger gesäubert”, gesichert und überwacht werden. Dies erfordert eine komplexe Logistik (Patrouillen, Schichtwechsel, Abrissarbeiten usw.). Auch für uns endet die Verteidigung des Bahnhofs nicht mit dem Verlust des Ortes: Lasst uns diese Operation zu einem Albtraum für alle Beteiligten machen.

Wir rufen zu einer entschlossenen Reaktion im Falle einer Räumung auf! Neben dezentralen Aktionen der Solidarität und Wut, die sich gegen die Verantwortlichen des Atomstaates und ihre Lakaien richten, wollen wir uns versammeln, um gemeinsam eine angemessene Antwort auf den Angriff auf unsere Bewegung zu geben.

Treffpunkt ist am Samstag, eine Woche nach der Räumung, um 14 Uhr in Mandres-en-Barrois, um ihnen zu zeigen, dass „Gare à la revanche” (Vorsicht vor der Rache) nicht nur ein lustiges Wortspiel ist!

Machen wir den Feinden des Lebens das Leben zur Hölle!
Ewige Feindschaft dem nuklearen Monster namens CIGEO!
Der Bahnhof wird leben, der Bahnhof wird siegen!

 

Plenum „Défendre la gare”
Arbeitsgruppe Tag X

(übersetzt von bureburebure.info)

 

Übersetzung gefunden auf de.indymedia.org

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Teulat und Algans: Wird die Baustelle der A69 wieder aufgenommen? Das Feuer brennt bereits! https://attaque.noblogs.org/post/2025/06/18/teulat-und-algans-wird-die-baustelle-der-a69-wieder-aufgenommen-das-feuer-brennt-bereits/ Wed, 18 Jun 2025 17:50:07 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=59851 Continuer la lecture ]]> Am Montag, den 9. Juni, brannte es entlang der Trasse der A69 auf der Baustelle der Autobahn, die Castres und Toulouse verbinden soll. Zwei Brände betrafen Bauwerke mit Holzschalung, wie das in Saïx [das im August letzten Jahres abgebrannt war; Anm. d. Ü.], gegenüber der Dicosa, wenn auch in kleineren Dimensionen. Das erste Feuer ereignete sich am Morgen in der Haute-Garonne, in der Nähe von Verfeil.

Der zweite Brand brach gegen Mittag in der Gemeinde Algans im Departement Tarn aus. Die Gendarmen und Feuerwehrleute griffen schnell ein und konnten die flammen unter Kontrolle bringen, die jedoch Zeit hatten, große Schäden an den Schalungen zu verursachen. Die Ermittlungen zur genauen Ursache der Brände laufen noch, „es besteht kein Zweifel, dass es sich nicht um einen Unfall handelt“, confie eine dem Fall nahestehende Quelle.

Die Gendarmen haben auf der gesamten Strecke der A69 eine Überwachungsanlage eingerichtet. Die Gendarmen aus dem Tarngebiet sind mobilisiert und verfügen auch über Verstärkung. Eine Staffel der mobilen Gendarmerie ist ebenfalls im Departement eingetroffen. Nach unseren Informationen ist der Schalungstyp, der am Montag beschädigt wurde, nur in geringem Umfang auf der Baustelle vorhanden. […]

 

Übersetzung von: Switch Off

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Kommuniqué zur Sabotage elektrischer Anlagen an der Côte d’Azur https://attaque.noblogs.org/post/2025/05/31/kommunique-zur-sabotage-elektrischer-anlagen-an-der-cote-dazur/ Sat, 31 May 2025 15:00:02 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=59562 Continuer la lecture ]]> Kommuniqué zur Sabotage elektrischer Anlagen
an der Côte d’Azur

UND… SCHNITT!

Hier sind zwei Anarchist*innenbanden. Wir übernehmen die Verantwortung für den Anschlag auf elektrische Anlagen an der französischen Riviera. Am Vorabend der Preisverleihung und des Galaabends der Filmfestspiele von Cannes sabotierten wir das wichtigste Umspannwerk, das den Großraum Cannes versorgt, und kappten die 225-kV-Leitung aus Nizza.

Ziel dieser Aktion war nicht nur die Störung des Festivals, sondern auch die Unterbrechung der Stromversorgung der Forschungszentren und Fabriken von Thales Alenia Space, seiner Dutzenden von Subunternehmern, der sich in Sicherheit wähnenden französischen Tech-Start-ups, des Flughafens und aller anderen industriellen, militärischen und technologischen Einrichtungen in der Region.

Ein unerwarteter Schnitt in einem schlechten Horrorfilm, der sich in die Länge zieht. Das gleiche Szenario wird bis zum Überdruss durchgespielt. Die Szenen ändern sich, die Spezialeffekte auch, aber der Hintergrund bleibt derselbe: eine Welt, die nicht aufhören wird zu bombardieren, auszubeuten, auszubeuten, zu horten, zu vergewaltigen, zu verwüsten, auszuhungern, mit Maschinengewehren zu schießen, die Umwelt zu verschmutzen und auszurotten, bis alles unter ihrer Kontrolle ist.

Wir wissen, dass wir uns nicht an einem Filmset befinden, aber der Ausdruck „CUT!“ schien unseren Wunsch ganz gut zusammenzufassen: dieses tödliche System abzuschalten.

UND… SCHNITT! Ihre Show dient als Schaufenster für eine großspurige Französische Republik, die auf der internationalen Bühne die Werte des Fortschritts verteidigt, vor allem aber der zweitgrößte Waffenexporteur der Welt ist. Die französische Exzellenz auf diesem Gebiet rüstet die NATO auf und sät Tod, vom Jemen bis zum Gazastreifen, von der Ukraine bis zur Sahelzone.

UND… SCHNITT! Ihre obszöne Zeremonie am Rande eines Meeres, das zu einem Flüchtlingsfriedhof geworden ist, ist die industrielle Müllhalde einer Gesellschaft, die es liebt, Revolten auf die Leinwand zu bringen, aber jede*n unterdrückt und einsperrt, der sich gegen ihre Weltherrschaft erhebt.

UND… SCHNITT! Die Förderung der Ersatzwelt, die sie mit ihren Serien und Filmen erschaffen und die uns den echten Planeten vergessen lassen will, der von Fabriken, Autobahnen, Beton und Minen verrottet ist.

UND… SCHNITT! Die Aussage… Nein? (Verlockend!) Okay, Hände! … Weder ?! Die Sprache also!

Also, kurz gesagt: Bringt alle zum Schweigen, die sagen: „Trotzdem übertreiben diese Hysterikerinnen!“ Um diese Unterdrücker hinter tausend Masken außer Gefecht zu setzen, die Körper in Objekte verwandeln und die Vergewaltigungskultur verteidigen, die in der Filmindustrie von der Leinwand bis zu den Drehorten populär ist, aber anderswo ebenso weit verbreitet ist …

UND… SCHNITT! Der Strom Ihrer militärisch-technologischen Industrien. Thales-Alenia Aerospace, ein führendes Unternehmen im Verteidigungssektor, stellt Ziel- und Raketenleitsysteme sowie Weltraumtelekommunikation her. Das Unternehmen ist der mit Abstand größte Hersteller von Satelliten in Europa, insbesondere für militärische Zwecke. Die Labore und Werkstätten am Standort Cannes sind rund um die Uhr in Betrieb. Mehrere tausend Ingenieure und Techniker arbeiten dort täglich an der Entwicklung dieser militärischen Satelliten (Beobachtung, Kommunikation, Raketen- und Drohnenlenkung) und zivilen Satelliten (Telekommunikation, Überwachung).

UND… SCHNITT! Ihre widerlichen Reden, die uns in Ihre Kriegsvorbereitungen hineinziehen wollen. Ihre Ankündigungen zur Reindustrialisierung und Wiederbelebung der Atomkraft. Ihre Vorträge zum ökologischen Wandel und zum Fortbestand der Industriegesellschaft. Ihre Reden gegen diejenigen, die gegen ihre Zementwerke, ihre Autobahnen, ihre Atomanlagen, ihre Chemiefabriken, ihre TGVs und ihre Relaisantennen kämpfen. Ihre Aufrufe zur nationalen Einheit, zur „Wiederaufrüstung“ des Nationalstaates, zur Verteidigung Ihrer Werte und Ihrer Weltanschauung.

Also ja… entziehen wir dem, was uns zerstört, die Macht!
Sabotage ist möglich!

Schaltet die Bildschirme ab.

Schaltet die Autobahnen ab.

Schaltet die Strommasten ab.

Schaltet das künstliche Licht ab.

Schaltet die TGV-Strecken ab.

Schaltet die Telekommunikation ab.

Schaltet die Bulldozer ab.

Schaltet die Stromversorgung der Militärindustrie ab.

Schaltet die Stromversorgung der Fabriken ab.

Schaltet die Öl- und Gaspipelines ab.

Schaltet die Messmasten der Windräder ab.

Schaltet die Versorgungsleitungen der Armeen ab.

Schaltet die Wasserversorgung der industriellen Landwirtschaft und der Elektronikfabriken ab.

Schaltet die Kabel der Photovoltaik-Kraftwerke ab.

Schaltet die Funkmasten ab.

Schaltet die Gitterstäbe der Gefängniszellen ab (und es lebe die Angriffe auf das Gefängnis!)

Schaltet reformistische und autoritäre Reden ab.

Schaltet das Verschweigen und Verharmlosen patriarchaler Gewalt ab.

Schaltet Prominente und andere Machthaber, die hinter den Kulissen wie auf dem Schlachtfeld angreifen und vergewaltigen, den Sockel ab.

Schaltet diejenigen ab, die sagen, man solle warten

Und… wartet. Mut.

Und da sie es lieben, Rebellion auf die Leinwand zu bringen …
Und ihr müsst euren Sinn für Humor behalten!

Hier ist eine Eigenproduktion, inspiriert von den jüngsten Erfolgen des internationalen Kinos, die speziell für die
Filmfestspiele von Cannes 2025 veröffentlicht wurde!

 

 

Sabotage 2: Nocturne in Cannes
Eine anonyme Eigenproduktion

Produktion
Unbekannt und entschlossen, es zu bleiben

Szenario
inspiriert von sehr realen Überzeugungen

Erscheinungstermin
Mai 2025

Zusammenfassung:
Der Film spielt in einer Welt am Rande der Apokalypse und schildert die Abenteuer einer libertären Kommandoeinheit, deren Mission darin besteht, technologische Fabriken von großer militärischer Bedeutung zu sabotieren.
Als sie beschließen, zum Zeitpunkt eines prestigeträchtigen Kulturereignisses zuzuschlagen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

Wenn Sie Frauen lieben, die die Aluminiumproduktion kurzschließen, Schulkinder, die Fabriken niederbrennen, Fremen, die gegen das intergalaktische Imperium rebellieren, oder Kommandos, die die Ölindustrie angreifen, werden Sie von dieser neuesten Produktion nicht genug kriegen.
Die Unbestechlichen

Die Spezialeffekte lassen manchmal etwas zu wünschen übrig, was angesichts der begrenzten Ressourcen dieser Produktion nicht verwunderlich ist, aber das Drehbuch und die strategische Raffinesse machen dieses Manko mehr als wett.
Cannes Morgen

Eine fesselnde Geschichte von Gut gegen Böse. Ein Favorit in dieser Zeit der Verwirrung und Unordnung.
Allocinéma

Der Mangel an Nuancen, das Fehlen eines konstruktiven Dialogs und das klare Demokratiedefizit der radikalen Botschaft der Protagonisten sind schwer zu entschuldigen, aber es liegt in der Luft der Zeit.
Das Phigareau

Ein idealistischer Thriller mit realeren Konsequenzen als je zuvor.
Überkritischer Sinn

Ein kraftvoller Aufruf zur Wiederbewaffnung … des radikalen Protests.
Das diplomatische Universum

Unbedingt in die Tat umsetzen.
Greta Thunberg

Übersetzung von: Switchoff

[en français][en español][in italiano][στα ελληνικά]

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Saint-Chamond: « Anti-Tesla-Kampagne, borne to burn » https://attaque.noblogs.org/post/2025/04/07/saint-chamond-anti-tesla-kampagne-borne-to-burn/ Mon, 07 Apr 2025 15:15:34 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=58952 Continuer la lecture ]]> Auf einem Parkplatz des Leclerc-Zentrums in Saint-Chamond, das sich in der ZAC de la Varizelle befindet, sind die Forderungen durch eine Markierung auf dem Boden deutlich sichtbar. „Anti-Tesla-Kampagne, borne to burn“ [in Französisch, eine « borne » ist eine Elektrotankstelle; Anmerkung von Attaque]. Die zwölf Supercharger des Unternehmens von Elon Musk wurden in der Nacht von Mittwoch, dem 26. März, auf Donnerstag, den 27. März, gegen 4 Uhr morgens zerstört.

Die Ladestationen waren an einem abgelegenen Ort unter einem Solardach aufgestellt und wurden mutwillig durch Feuer beschädigt. Zwei Supercharger wurden vollständig zerstört, und die zehn anderen, die von den Flammen betroffen waren, hatten sich als unbrauchbar erwiesen. Diese nächtliche Zerstörung – „offensichtlich eine sehr gezielte Aktion zur Durchsetzung von Forderungen“ – ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, die technische und forensische Untersuchungen umfassen und sich auf die Videoüberwachung stützen werden, um zu versuchen, den oder die Täter zu identifizieren.

In unmittelbarer Nähe der Supercharger der amerikanischen Marke befinden sich Transformatoren zur Stromversorgung und sechs weitere Elektroladestationen der Marke Ionity, die nicht beschädigt wurden. „Diese verwerfliche Handlung kann nicht durch das Verhaltens des CEO von Tesla gerechtfertigt werden. Diese Brandstiftungen gelten als Straftaten und die Täter müssen sich für diese Missetaten verantworten“, fügte eine Polizeiquelle hinzu.

Im Jahr 2022 wurde die Installation einer Tesla-Ladestation mit 35.000 Euro veranschlagt. Der Brandanschlag auf die Infrastruktur in Saint-Chamond war der erste Brandanschlag auf Tesla-Supercharger in Europa. In den USA gab es ähnliche Fälle, insbesondere gegen die Tesla Supercharger Station in Littleton, Massachusetts.

 

Übersetzung von: Switch Off

[français]

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Vallentigny: Eine Erklärung am Valentinstag an den Direktor des Departements ANDRA – Patrice Torres https://attaque.noblogs.org/post/2025/03/08/vallentigny-eine-erklarung-am-valentinstag-an-den-direktor-des-departements-andra-patrice-torres/ Sat, 08 Mar 2025 16:05:51 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=58626 Continuer la lecture ]]> eine Liebeserklärung

14. Februar, Valentinstag.Eine gute Gelegenheit, einem besonderen Menschen mit kleinen Geschenken zu zeigen, dass sie an ihn denken. Und welchen besseren Ort könnten wir für unseren Valentin finden als in Vallentigny. Ein kleines Dorf in der Haute-Marne mit seiner unter Denkmalschtz stehenden Kirche, deren mit Holzschindeln gedeckter Glockenturm ihm seinen ganzen Charme verleiht. Zu ihren Füßen liegt die ehemalige Gemeindeschule, deren Hof nun einem bellenden, aber freundlichen Hund als Spielplatz dient.Denn hier, nur einen Steinwurf von den beiden Standorten der ANDRA in Soulaines im Departement Aube entfernt, lebt Patrice Torres, ihr Direktor für die Departements Haute-Marne und Meuse, der voller Stolz die Verantwortung für das Atommülllagerprojekt Cigéo in Bure trägt. Getreu dieser sehr romantischen Tradition schenken wir ihm bei dieser Gelegenheit 7,62 mm unserer Aufmerksamkeit. Eine Patrone dieses Kalibers wurde ihm auf dem Postweg an seine unten stehende persönliche Adresse zugestellt.

Herr Patrice Torres,
10. rue de l´Église
10500 Vallentigny.

Danke, Meister, für dieses tolle Jahr!
Anfang 2024 begann die ANDRA mit der Enteignung zusätzlicher Flächen, die für das (noch immer nicht genehmigte) Cigéo-Projekt noch nicht zur Verfügug stehen. Mehr als 300 Landbesitzer*innen sind von dieser neuen Welle der Landnahme betroffen. Neben hauptsächlich landwirtschaftlich genutzten Flächen ist auch der ehemalige Bahnhof von Luméville im Visier – ein Ort des Widerstands auf der künftigen Bahnstrecke für Atomtransporte in das geplante Atommüll-Endlager CIGEO in Bure. Patrice Torres kündigt in größter Verachtung an, dass dieses Enteignungsverfahren innerhalb von zwanzig Monaten abgeschlossen sein soll. Mit diesem Vorgehen leitet die ANDRA eine neue Etappe ein, die nicht nur die lokale Bevölkerung in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Existenz bedroht, sondern auch direkt einen strategischen Ort des Kampfes gegen dieses Projekt schafft. Wir können und wollen dies nicht ohne eine deutliche Antwort zulassen!

Ein Demonstrationsobjekt unseres Zorns.
In den 2000er Jahren, während der ersten Planungsphasen von Cigéo, galten das deutsche Atommülllager Asse 2 und Stocamine im Elsass, wo hochgiftige Industrieabfälle gelagert werden, regelmäßig als europäische Referenzen in diesem Bereich. Seitdem das Bergwerk Asse 2 durch massive Wassereinbrüche instabil geworden ist und die radioaktiven Atommüllbehälter jahrzehntelang nicht geborgen werden konnten, und Stocamine nach einem wochenlangen katastrophalen Brand einzustürzen droht, werden diese Referenzen in Sicherheitsbewertungen nicht mehr erwähnt. Derzeit werden alle Beispiele für das Scheitern des Konzepts der geologischen Endlagerung weltweit und auch noch in Frankreich ignoriert. Cigéo wird als etwas völlig Neues und noch nie Dagewesenes dargestellt, dessen Risiken immer noch nicht empirisch modelliert werden können.
Um dies zu erreichen, setzt ANDRA stattdessen auf den Bau verschiedener innovativer „Demonstratoren“ und Prototypen, um die Funktionsprinzipien und die geplanten Prozesse (Vortrieb, Abstieg, Bewegung und Überwachung der Atommüllbehälter usw.) zu simulieren. „Wann immer es möglich ist, möchten wir damit arbeiten. Wir versuchen auch, bestimmte Testeinrichtungen wie Demonstrationsanlagen lokal anzusiedeln (…), die ökonomischen und geschäftlichen Beziehungen zu lokalen Unternehmen und den respektvollen Umgang mit öffentliche Ausschreibungen zu entwickeln.“ erklärt Torres in einem Artikel.
In einer Erklärung zur Sabotageaktion gegen einen Mitarbeiter von Cigéo kommentiert FERRY CAPITAIN, die „Informelle Piratenaktionsgruppe zum Versenken der Fähre“ treffend: „Die ANDRA verwandelt die lokalen Unternehmen in Totengräber ihres eigenen Territoriums und hat auch noch die Frechheit, dies der Öffentlichkeit als Beschäftigungsförderung und Unterstützung des Wachstums der Region zu verkaufen. Das ist ein Zynismus, der Übelkeit hervorruft“. Dieser durchaus interessante Aspekt der territorialen Entwicklung sollte uns jedoch nicht von den folgenden Ausführungen ablenken.
Neben der Schaffung einer wirtschaftlichen Abhängigkeit für die Unternehmen dienen die Demonstrationsprojekte vor allem zwei Zielen: Die teilweise Realisierung von Cigéo in seiner technischen und spezifischen Konzeption noch vor der eigentlichen Baugenehmigung und unter Umgehung des Atomrechts; sowie der Machbarkeit dieses völlig unverantwortlichen Projekts den Anschein einer wissenschaftlichen Evidenz und einer technologischen Herausforderung auf der Grundlage willkürlicher, wertfreier Daten zu verleihen.

Wir haben uns diese Idee zu eigen gemacht und betrachten unser Geschenk als einen eigenständigen und unerwarteten Demonstrator, der für den Leiter des Cigéo-Projekts selbst bestimmt ist, aber diesmal im Blick auf die Enteignungen. Das, lieber Herr Torres, ist es, wenn man um seine eigene Existenz fürchten muss! Vielleicht werden die Ergebnisse dieser Erfahrung im weiteren Verlauf des Prozesses und ihrer „Nutzen-Risiko“-Bewertungen berücksichtigt.

Zur Frage des bewaffneten Kampfes in der Anti-Atomkraft-Bewegung.
Da wir davon ausgehen, dass diese Aktion weder außerhalb noch innerhalb der Bewegung auf allzu viel Sympathie stoßen wird und ihre Durchführung sogar den Verdacht aufkommen lassen könnte, dass es sich um eine Operation unter „falscher Flagge“ handelt, die den Kampf kriminalisieren und spalten soll, sind ein paar Worte zu dem von uns verwendeten Mittel angebracht.
In den 1970er Jahren kämpfte eine ganze Reihe von bewaffneten Gruppen in Frankreich und weltweit für einen sozialen und politischen Wandel, wobei unter anderem die Umweltkatastrophe immer offensichtlicher wurde, vor allem aber eine militante Massenbewegung gegen die Atomenergie entstand. Einige dieser Guerillagruppen entwickelten ihr Verhältnis zur Umweltfrage in einer anarchistischen Ideologie und versuchten, durch direkte Aktionen eine zusätzliche Front aufzubauen, um auf diese Weise den (größtenteils bürgerlichen und privilegierten) Widerstand zu begleiten.

Sprengstoffanschläge und bewaffnete Aktionen waren zwar immer die Ausnahme und haben die Bewegung nie entscheidend geprägt oder verändert, aber sie waren auch nicht ungewöhnlich. Sie wurden wahrgenommen und diskutiert, riefen Kritik, Ablehnung, aber in einigen Fällen auch Solidarität hervor. Sie waren auch Teil des Diskurses der Bewegung und des Kampfes.
Patronensendungen waren als Aktionsmittel immer umstritten (selbst innerhalb der bewaffneten Strukturen). Von „Drohung in der Luft“ über „Munitionsverschwendung“ bis hin zu „unnötiger Gewalteskalation“ – die Kritik ist so vielfältig wie die gesendete Botschaft eindeutig ist . Im aktuellen Kontext muss man zugeben, dass der Einsatz eines solchen Mittels erklärungsbedürftig ist. Dazu müssen wir nicht bei Null anfangen, denn auch wenn sich die Praktiken in den letzten 40 Jahren radikal verändert haben, ist die bewaffnete Aktion nie ganz aus dem Repertoire der anarchistischen Anti-Atomkraft-Aktivist*innen verschwunden.
Als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 schoss beispielsweise ein „NUCLEO OLGA“-Kommando der FAI/FRI dem Geschäftsführer des italienischen Atomkonzerns ANSALDO NUCLEAIRE Roberto Adinolfi in Genua in die Beine. Das erklärte Ziel der Aktion war es, zu einer Wiederbelebung des Anti-Atomkraft-Kampfes auf italienischem Boden beizutragen sowie das „Potenzial der Möglichkeiten“ des revolutionären Kampfes zu verdeutlichen, indem man Verantwortliche direkt in ihrem vertrauten Umfeld traf.
Kurz darauf wurde der Anarchist Alfredo Cospito wegen ähnlicher Vorfälle verhaftet und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Aus dem Gefängnis heraus nahm Alfredo Cospito an einer Diskussion über den Kampf gegen Cigéo und die Atomenergie im Allgemeinen anlässlich der Anti-Kartell-Tage in Bure im Jahr 2020 teil.
In seinem Diskussionsbeitrag heißt es unter anderem: „Es ist jedem klar, dass wir von einem Kampf ums Überleben sprechen; nicht nur unserer Spezies, sondern des Lebens auf ‚unserem‘ Planeten. Die Natur läuft jeden Tag Gefahr, „in ein Monster verwandelt“ zu werden. Atomwissenschaft und -technologie bringen die chaotische Ordnung der Natur von Grund auf durcheinander. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn wir wirklich etwas ändern und diesen selbstzerstörerischen Prozess umkehren wollen. Wir müssen und vor allem dürfen wir dem Handeln keine Grenzen mehr setzen, wir müssen Ängste und Skrupel überwinden und schnell vorankommen“.
Auch wenn der Text bereits einige Jahre alt ist, möchten wir ihn noch einmal aufgreifen. Denn die Aktion, deren „militärische“ Umsetzung als Erfolg gewertet werden kann, hinterlässt bei uns einige Fragezeichen, wenn wir das erklärte Ziel betrachten. So ist es uns völlig unverständlich, wie jemand auf die Idee kommen kann, dass eine individuelle bewaffnete Aktion in der aktuellen Situation zur Stärkung der Bewegung beitragen kann. Und wie zu erwarten war, wurde der gewünschte Effekt überhaupt nicht erzielt.
Dagegen erscheint uns die Idee, mit dieser „Strafaktion“ das Potenzial der Möglichkeiten unseres Kampfes zu veranschaulichen, interessanter. Es ist jedoch fraglich, ob es ein guter Grund ist, einen Menschen zu erschießen, nur um ein Prinzip zu veranschaulichen. Vielleicht fehlt uns hier die nötige Portion Nihilismus: Zweifel und Skrupel, von denen Alfredo Cospito uns rät, dass wir sie hinter uns lassen sollen, scheinen uns nicht die schlimmsten Gefühle zu sein, wenn es um die Anwendung von Waffengewalt geht.

Andererseits sind wir uns völlig einig, dass die Zeit drängt und dass wir kein Mittel ausschließen sollten, um uns dieser verheerenden und autoritären Technologie zu widersetzen.
Aber welche Mittel sind dann angemessen, um gegen eine Industrie zu kämpfen, die in ihrem normalen Alltagsbetrieb im Namen von Wissenschaft und Fortschritt die potenzielle Zerstörung aller Lebensgrundlagen auf diesem Planeten in Kauf nimmt und deren militärische Anwendung wie keine andere die globalen Macht- und Gewaltverhältnisse manifestiert? Was ist angemessen in einem Konflikt mit einem Polizeistaat, der mit Verfolgung, Unterdrückung und auch mit teilweise tödlicher Gewalt gegen eine Umweltbewegung vorgeht?
Es stellt sich also nicht die Frage nach der Gewalt, sondern nur die Frage, wie wir mit ihr umgehen. Wir halten es nicht nur für moralisch legitim, sondern sogar für eine Pflicht, dieses Denkmuster und die damit verbundenen Strukturen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die Frage ist aber auch, welche Mittel in der aktuellen Situation strategisch sinnvoll erscheinen.

Es stimmt, dass eine Bewegung, die einen revolutionären Wandel anstrebt, zum Scheitern verurteilt ist, wenn sie sich nicht mit all ihren Handlungsoptionen auseinandersetzt, selbst wenn sie diese anschließend als ungeeignet verwirft. Und genau hier setzt unser Handeln an: So wie wir uns davor hüten müssen, bestimmte Kampfformen kategorisch auszuschließen, ist bewaffnetes Handeln kein Automatismus oder die logische Konsequenz militanter Aktionen im Sinne einer unvermeidlichen Eskalation von Gewalt (oder gar ihrer „Königsdisziplin“).
Die Wahl der „richtigen“ Kampfstrategie kennt keine allgemeingültige Antwort. Wir müssen sie immer wieder überprüfen und an die sich verändernden Realitäten anpassen. Die Frage des bewaffneten Kampfes auszuschließen, kommt auch der sprichwörtlichen „Selbstentwaffnung“ der Bewegung gleich. Gerade die zunehmend autoritäre Umgestaltung des Staates sowie die sich hierzulande anbahnende Machtergreifung faschistischer Parteien könnten dieses Thema schneller auf die politische Tagesordnung setzen, als es sich viele derzeit vorstellen können oder wollen.

An anderer Stelle schreibt Alfredo Cospito, dass die Ziele der bewaffneten Aktion teilweise verfehlt wurden, weil die Menschen im Gegensatz zu der Situation in Bure das Konzept der Vielfalt im Kampf noch nicht ausreichend begriffen haben: „Nur wenige sind sich bewusst, dass all diese Praktiken ihre eigene Daseinsberechtigung, ihren eigenen spezifischen Zweck haben und nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen. Und in bestimmten Situationen (wie in Bure), wenn sie unvoreingenommen praktiziert werden, ergänzen sie sich, werden wirklich effektiv, einschneidend und desorientieren die Macht“.
Wir wissen nicht, auf welche Quellen sich der Compagnero bei seiner Analyse des Kampfes in Bure gestützt hat; einige aufständische Broschüren, die während der Besetzung des Waldes (2016-2018) erschienen sind, legen diese Schlussfolgerung in der Tat nahe. Aus unserer Sicht war die so oft beschworene „Vielfalt der Taktiken“ auch in Bure immer nur ein Ideal und nie Gegenstand eines Konsenses innerhalb der Bewegung, ja nicht einmal frei von Kritik und Diskussionen. Zwar kam die während der Besetzung des Bois Lejuc gelebte Alltagskultur diesem Ideal bereits sehr nahe, aber wir sind uns sicher, dass eine bewaffnete Aktion, die während dieser Zeit oder zu irgendeinem Zeitpunkt der heutigen Anti-Atomkraft-Bewegung aus dem konsensualen Rahmen der Akzeptanz herausfällt, immer ihr Maß an Spaltung und Dissoziation mit sich bringen würde. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Reaktionen auf diese dies erneut unter Beweis stellen.

Unsere Aktion zielt jedoch nicht explizit darauf ab, die Herzen der Menschen zu erreichen oder die Bewegung zu stärken; dafür sind andere Aktionen sicherlich besser geeignet. Was wir wollen, ist, einen Beitrag zur internen Debatte über die Mittel und Strategien unseres Kampfes zu leisten. Wir sind uns durchaus bewusst, dass es Kritik geben wird, und wir wollen sie, solange sie solidarisch konstruktiv bleibt. Ein weiteres, externes Ziel ist es, den politischen Druck auf die Hauptverantwortlichen und die Akteure der gesamten Atomindustrie zu erhöhen. Sie sollen verstehen, dass ihre Verantwortung nicht mit dem Ende ihres Arbeitstages endet und dass ihre Handlungen Konsequenzen bis in ihr Privatleben haben.
Wenn wir uns entschieden haben, diese Patrone nicht auf konventionelle Weise, d. h. durch den Lauf einer Schusswaffe, zu versenden, dann nicht, weil es uns an Entschlossenheit oder technischen Mitteln fehlt oder weil wir nicht in der Lage sind, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in ihrem persönlichen Umfeld aufzuspüren. Wir demonstrieren vielmehr die Tatsache, dass wir uns bewusst dafür entschieden haben, zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht so zu handeln.
Auch wenn die Staatsanwaltschaft und vielleicht ein Teil der Bewegung dies anders interpretieren könnten, handelt es sich also eher um einen Beitrag zu einer militanten Debatte als um eine Todesdrohung im eigentlichen Sinne des Wortes.
Da sich die Erfolgsaussichten eines bewaffneten Projekts logischerweise unter anderem nach seiner Feuerkraft berechnen, können wir versichern, dass wir mit unserer Munition besser fahren würden, wenn wir ein solches Projekt in naher Zukunft in Betracht ziehen würden. Natürlich sind auch die Mobilität und das Sammeln von Informationen Teil dieser Berechnung. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass andere Gruppen in Zukunft in ihren Diskussionen zu anderen Zielen gelangen als wir; daher würden wir unseren informellen Gefährten gerne noch ein wenig Recherchearbeit abnehmen, die sie an der angegebenen Adresse erledigen können. Anbei einige Aufnahmen des Anwesens.

Keine Ruhe für die Verantwortlichen der ökologischen und nuklearen Katastrophe!
Revolutionäre Solidarität mit dem Gefährten Alfredo Cospito und allen anarchistischen Gefangenen auf der ganzen Welt!

Autonome Gruppen gegen Atomkraft.
Kommando Fernando Pereira*

 

* Anti-Atomkraft-Aktivist und Journalist, 1985 vom französischen Geheimdienst ermordet, während eines Sprengstoffanschlags auf das Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“, das sich auf einer Mission gegen die Atomtests auf dem Mururoa-Atoll befand.

 

Übersetzung gefunden auf de.indymedia.org

[en français]

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Plaisance-du-Touch: Feurige Grüße an tesla https://attaque.noblogs.org/post/2025/03/08/plaisance-du-touch-feurige-gruse-an-tesla/ Sat, 08 Mar 2025 16:00:53 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=58622 Continuer la lecture ]]> Es gibt aktuell eine Beschleunigung des faschistischen, patriarchalen, ökozidalen und kolonialistischen Projekts. Während die Eliten die Nazi-Grüße vervielfachen, haben wir beschlossen, auf unsere Weise einen Tesla-Händler in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2025 in plaisance-du-touch zu begrüßen.
Wir zündeten mit zwei Benzinkanistern Fahrzeuge auf dem Gelände an. Im Nachhinein fragten wir uns, ob Grillanzünderplatten nicht ein effektiveres Mittel gewesen wären.

Angesichts des weltweiten Erstarkens der Neonazi-Bewegung sind wir der kämpferische Antifaschismus, der nicht an den Mythos der Demokratie glaubt.

Angesichts der aktuellen maskulinistischen und transphoben Offensive sind wir ein Fragment des Kampfes gegen das Patriarchat.

Angesichts der industriellen Verwüstungen, die den Planeten zerstören, sind wir die radikale Ökologie, die nicht an technologische Lösungen glaubt.

Angesichts des Kolonialismus und des weißen Überlegenheitswahns, angesichts des Elends und der allgemeinen Ausbeutung bringen wir unsere Ablehnung durch Taten zum Ausdruck.

Mit dieser Handlung beteiligen wir uns an dem Aufruf „Begrüße den Frühling, verbrenne einen Tesla“, sowie dem internationalen Elan, der von Deutschland über die Niederlande bis in die USA auf Tesla abzielt, und im weiteren Sinne der anarchistischen Konfliktualität.

Wir unterstützen Louna, die im Rahmen des Kampfes gegen die A69 angeklagt wurde, und alle anarchistischen Gefangenen, die auf der Flucht sind, und diejenigen, die kämpfen.

Setzen wir die Offensive gegen die Technofaschisten fort!

 

Übersetzung gefunden auf Switch Off

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Val-d’Oise: Akiton gegen die Baumaschinen von NGE auf einer Baustelle der Bahnverbindung Roissy-Picardie https://attaque.noblogs.org/post/2025/02/08/val-doise-akiton-gegen-die-baumaschinen-von-nge-auf-einer-baustelle-der-bahnverbindung-roissy-picardie/ Sat, 08 Feb 2025 16:00:54 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=58438 Continuer la lecture ]]> Ende letzter Woche waren Anarchist*innen…euh…Individuen😉 auf einem Spaziergang aus simpler Freude in der Val-d’Oise. Aber anstatt auf Wildschweine zu stossen sind sie auf riesige Metalmonster gestossen. Grosse, gelbe Maschinen die dort auf einer Baustelle der Bahnverbindung Roissy-Picardie, schliefen.

Anfangs 2024, waren SUPER Ingenieure von NGE und Egis unermüdlich in allen Richtungen auf der neuen 4 km langen Verbindung zwischen den Gemeinden von Fosses und Vemars unterwegs. Das Projekt besteht darin den TGV Bahnhof Roissy mit den Hauts-de-France zu verbinden, um aus dieser Region einen logistischen Zentralknotenpunkt zu machen. Maschinen terassieren, bauen, bilden Zäune rund um kleine gut erhaltene Waldparzellen, all das zum Spottpreis von 60 Millionen Euros, drei mal nichts.

Im Angesicht dieses Desasters, haben die Individuen in der Nähe der Baustelle halt gemacht (eine Eisenbahnbrücke) und dort in der Kabine eines mobilen Krans und eines Hubstaplers, der sich unglücklicherweise in der Nähe befand, Feuer gelegt. Und Pouf, alles ist in Flammen aufgegangen. Man könnte vieles erzählen über der grosse Verarschung des grünen Kapitalismus und der TGV Bahnlinien, aber im grossen und ganzen haben wir die Baustelle ganz einfach sehr hässlich gefunden und die Flammen haben das ganze unheimlich verschönert. (eigentlich mögen wir auch keine logistischen Zentralknotenpunkte).

Solidarität fuer die Zadisten die gegen die A69 und die LGV Bordeaux-Toulouse kämpfen. Rache gegen NGE wegen der Räumung der Crem arbre, der Cal arbre und des Verger. Nieder mit Egis die an dem Bau von Gefägnissen mit ihren Ökologischen Gutachten mitwirkt. (eine Welt ohne Gefägnisse ist viel ökologischer).

p.s. wie viele NGE Ingenieur*innen braucht es um eine Eisenbahnbrücke mit einem verbrannten Kran zu bauen? Wir wissen es nicht, aber hätten gerne die Antwort.

SNAKE (Sommes (pas) Navré.es d’Avoir Kramé les Engins)

 

Übersetzung von: Switch Off

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Neuigkeiten zum Fall von Louna https://attaque.noblogs.org/post/2025/02/03/neuigkeiten-zum-fall-von-louna/ Mon, 03 Feb 2025 16:15:38 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=58268 Continuer la lecture ]]> Neuigkeiten zum Fall von Louna, einer anarchistischen Transfrau, die im Rahmen des Kampfes gegen die A69 inhaftiert ist.

Louna, eine anarchistische Transfrau, die gegen die A69 kämpft, wird nun schon seit über drei Monaten in Einzelhaft im Männergefängnis von Tarbes festgehalten. Trotz dieser langsam andauernden Inhaftierung und der Bedingungen einer Isolationshaft behält sie ihre Moral, und wir behalten die Wut darüber, dass sie eingesperrt ist. Louna wird beschuldigt, eine Baumaschine angezündet zu haben, die für den Bau der A69, eines ebenso nutzlosen wie tödlichen Autobahnprojekts zwischen Castres und Toulouse, bestimmt war. Anträge auf Freilassung, insbesondere unter richterlicher Aufsicht oder elektronischer Fußfessel, wurden bislang abgelehnt.

Der nächste wichtige Termin für Lounas Freilassung kommt Mitte Februar: Der Richter für Freiheit und Haft muss über eine Verlängerung der Untersuchungshaft entscheiden. Wir sollten den Slogan „Free Louna“ weit verbreiten, ihre Freilassung fordern und dafür sorgen, dass die Gefängnisse, die Repression und die staatliche Transphobie aussterben!

Die Ermittlungsergebnisse

In der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 2024 wurde eine Baumaschine unweit der Trasse der A69 in Brand gesetzt. Den Ermittlern zufolge zeigten Videoüberwachungsaufnahmen vor Ort, wie zwei Personen einen Bagger in Brand setzten und eine von ihnen anschließend einen Flammenrückschlag erlitt. In derselben Nacht wurde eine Person mit Verletzungen, die mit dem gefilmten Unfall übereinstimmen könnte, in die Notaufnahme eines der Krankenhäuser eingeliefert, die dem Brandort am nächsten lagen. Es handelt sich hierbei um Louna, die in der Nacht tatsächlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Auf den Bildern der Videoüberwachung des Krankenhauses war zu erkennen, dass sie von drei Personen begleitet wurde. Die Ermittler machten das Auto ausfindig, in dem Louna mit den drei Personen angekommen sein sollte, und stellten das Kennzeichen und damit die Identität des Besitzers fest. Außerdem hatte Louna in einem Notfallformular die Telefonnummer einer nahestehenden Person angegeben, die die Polizei offenbar einer der Begleiter*innen zugewiesen hatten. Die Polizei beschlagnahmte während ihres Krankenhausaufenthalts auch ihre Kleidung und fanden DNA auf einer kurzen Hose und auf einer Maske, die sich in einer Tasche befand. Diese DNA wurde einer der Personen zugeordnet, die verdächtigt wurden, Louna ins Krankenhaus begleitet zu haben. Bei ihrem Besuch machte die Polizei auch Fotos von den Begleiter*innen, die von besserer Qualität waren als die Bilder der Videoüberwachung, da sie mit einem Smartphone aufgenommen wurden. Dies geschah wahrscheinlich, um anschließend zu versuchen, eine Gesichtserkennung durchzuführen, beispielsweise durch den Vergleich mit den Fotos aus dem TAJ (behördliche Datenbank) oder den Fotos von A69-Aktivist*innen, die aus ihrer unaufhörlichen Erfassung hervorgegangen waren.
Nach zwei Tagen im Krankenhaus entschied sich Louna, von sich aus zu gehen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden Mitte Oktober vier Personen festgenommen: Louna, zwei mutmaßliche Begleitpersonen und der Besitzer des Autos. Die Untersuchungshaft dauerte bis zu 94 Stunden, und die Verhöre folgten Schlag auf Schlag. Die Ermittler*innen nutzten den Gewahrsam auch, um Lunas DNA auf einem Becher zu sichern, den sie benutzt hatte, zusätzlich zu der DNA, die sie wahrscheinlich bereits auf ihrer Kleidung im Krankenhaus gefunden hatten. Sie erklären, dass dieselbe DNA auch auf einer Covid-Maske gefunden wurde, die am Brandort zurückgeblieben war. Daraufhin wurde Louna im Rahmen dieser Untersuchung angeklagt und die drei anderen Personen wurden freigelassen. Die Anklagepunkte lauteten Zerstörung eines Baggers durch eine explosive Substanz und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zum Zweck der Zerstörung durch gefährliche Mittel.

Mitte November durchsuchten die Ermittler*innen erneut die Wohnung einer*s Mitstreiters*in und nahmen die Person fest, da sie immer noch auf der Suche nach mindestens einer*m der Krankenhausbegleiter*innen waren. Sie durchsuchten die Wohnung nach einer Gießkanne, da die Videoüberwachung des Krankenhauses angeblich eine Person zeigt, die mit einer Gießkanne aus dem Auto steigt (versteckt eure Gießkannen, haha).
Die Polizisten hätten die Person per Gesichtserkennung ins Visier genommen, da sie der Polizei wegen ihres Aktivismus in der Öko-Szene ihrer Stadt bekannt sei. Auch diese Person wurde bislang ohne weitere Maßnahmen freigelassen.

Zu den weiteren Techniken, die die Beamt*innen nach eigenen Angaben oder Vermutungen eingesetzt haben, gehören das Abhören von unverschlüsselten Anrufen und SMS und die Verfolgung der Bewegungen einer oder mehrerer Personen durch das Anzapfen ihres Mobiltelefons/ihrer Mobiltelefone. Sie scheinen auch Kontoauszüge angefordert zu haben (auch von Verwandten der Verdächtigen), und da sie dies fast systematisch tun, ist es denkbar, dass sie auch um die Datenpakete der Nummer(n) gebeten haben, die sie einer verdächtigen Person zugewiesen haben. Schließlich wurden die Eltern einiger Verdächtiger während des Polizeigewahrsams zu einer Anhörung vorgeladen, wenn sie von den Verdächtigen als zu benachrichtigende Angehörige bezeichnet worden waren.

Mitte Dezember letzten Jahres wurde eine weitere Ermittlungsuntersuchung eingeleitet, bei der drei Personen bei gezielten Festnahmen bis zu 36 Stunden lang in Polizeigewahrsam genommen wurden. Die Ermittlungen betrafen mehrere Brände von Baumaschinen, und die festgenommenen Personen wurden ohne weitere Maßnahmen wieder freigelassen. Angesichts der zahlreichen Brände, die den Kämpfenden gegen die A69 zugeschrieben werden, sind höchstwahrscheinlich noch weitere Ermittlungen zu anderen Tatbeständen im Gange. Um sich kollektiv gegen die Repression zu schützen, ist es unserer Meinung nach wichtig, sich weiterzubilden und sich über die Techniken der Bullen und die Praktiken der kollektiven Verteidigung auf den neuesten Stand zu bringen(…)

Wie man Unterstützung leistet

Louna sitzt seit drei Monaten im Gefängnis, in Einzelhaft in einem Männergefängnis, wie es für inhaftierte Transfrauen üblich ist. Sie hat einige Besuche, aber ihre Verwandten wohnen mehrere hundert Kilometer von Tarbes entfernt. Sie erhält auch viele Unterstützungsbriefe, die es ihr immer sehr warm ums Herz werden lassen. Um Informationen zu erhalten, um ihr zu schreiben, können ihr eine E-Mail an soutien-louna@riseup.net senden, da sie ihren Familiennamen und ihre Haftnummer nicht öffentlich bekannt geben möchte.

Louna leidet unter den Repressionen eines transphoben Justizsystems, das die kapitalistischen Interessen der Befürworter*innen der A69 schützt, eines Autobahnprojekts, dessen verheerender Aspekt ausführlich dokumentiert ist. Die Magistrate werfen ihr außerdem vor, nicht ausreichend sozial integriert zu sein, ein Grund, den diese klassenkämpferische Justiz für ausreichend hält, um jemanden in Untersuchungshaft statt unter richterlicher Aufsicht zu stellen. Wir laden alle antikapitalistischen, queeren, ökologischen und anderen Kämpfenden ein, ihre sofortige Freilassung zu fordern und die Worte: „Free Louna!“ zu verbreiten. Ihr können dieses Kommuniqué und das vom November weiterverbreiten, ausdrucken und an politischen Orten in eurer Stadt, auf Demos, bei Veranstaltungen, auf Transparenten usw. verteilen.
Ihr können die Free-Louna-Sticker auch ausdrucken und überall aufkleben und weitere Sticker erstellen.

Zögert generell nicht, die Initiative für jede Unterstützungsaktion zu ergreifen, die euch anspricht. Wir sammeln auf dieser Website alle Informationen, die mit Lunas Situation zusammenhängen. Ihr könnt den Link auf Flugblätter, Aufkleber und Publikationen setzen, die Sie verbreiten, und uns nach einer Unterstützungsaktion schreiben, damit wir sie auf der Website teilen können, wenn ihr das möchtet.

Schließlich können ihr auch finanzielle Unterstützung leisten. Es gab bereits mehrere Veranstaltungen zur Unterstützung von Louna (ein riesiges Dankeschön!!!), dank derer wir die Kosten für ihre Inhaftierung bislang tragen können. Ihr könnt weiterhin solche Veranstaltungen organisieren, insbesondere wenn ihre Inhaftierung länger dauert, oder auch in den Pool der Antirep-Aktion der A69 spenden, der Louna unterstützt, aber auch die über 100 laufenden Prozesse von Aktiven dieses Kampfes, die unter enormer Repression leiden.

Vielen Dank für all die Solidarität, die Louna entgegengebracht wird, es ist herzerwärmend! Ihr seid unglaublich!

Wir enden mit ein Paar Worten von Louna :

Für alle Unterstützungsbriefe an Louna, schon jetzt vielen Dank für die Kraft <3 Es ist ein Teil des Trostes, so viel Unterstützung in meinen Händen zu sehen. Wie es in einem der Briefe heißt „Die Mauern sind dick, aber die Solidarität ist mächtig!“. All diese kleinen und großen Zeichnungen, Gedichte, Anekdoten, Worte der Liebe, Zärtlichkeit, Wut, Umarmungen, Umarmungen, Augenzwinkern… Wir sind da! Ein besonderer Dank an die Trans-Schwestern, wir erkennen uns, Kraft!
Danke für die Unterstützungsabende, die Kantinen und alles andere.
Ein Gedanke an diejenigen, die hier und anderswo kämpfen, wir sind zusammen <3 Kraft an diejenigen, die bauen, pflegen, bleiben <3 Liebe und Wut.
TranS RightS

Free Louna!
No Macadam!
Tod dem Knast!

Collectif de soutien à Louna
soutien-louna@riseup.net
https://soutienlouna.noblogs.org

 

Übersetzung gefunden auf de.indymedia.org

[en français][en español]

 

 

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Toulouse: “Sie weigerten sich Kannonfutter zu sein, wir weigern uns Dronenfutter zu werden” https://attaque.noblogs.org/post/2025/01/07/toulouse-sie-weigerten-sich-kannonfutter-zu-sein-wir-weigern-uns-dronenfutter-zu-werden/ Tue, 07 Jan 2025 16:00:24 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=57861 Continuer la lecture ]]> “Sie weigerten sich Kannonfutter zu sein, wir weigern uns Dronenfutter zu werden”. Kommunique zum Angriff gegen drei Trafostationen in Toulouse in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember 2024

In dieser Nacht sind wir leichten Herzens durch die Stadt gezogen, auf der Suche nach etwas frischer Luft, einer netten Begegnung, eines Abenteuers, wie die Nacht sie so schön bieten kann. Und da es unmöglich ist, in dieser Stadt auch nur 500 Meter zu gehen, ohne dass man eines dieser industriellen Monster im Dienste des andauernden generalisierten Massakers antrifft, bot sich uns das Abenteuer schnell an. Leichten Herzens, aber nie gefühllos oder resigniert, haben wir uns auf den Weg gemacht, um ein paar unserer selbst gebauten Schätze zu holen, die wir hier und da verteilt haben, um der todbringenden Industrie, mit einem hoffentlich großen BOUM endlich den Todesstoß zu verpassen.

Die französische Luft- und Raumfahrtindustrie ist die größte Europas (sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich). Hier befinden sich die meisten Entscheidungsinstanzen und operativen Standorte europäischer Unternehmen und Programmen, die die Gesamtheit des technologischen Spektrums des Luft- und Raumfahrt Sektors abdecken (einschließlich der nuklearen Ballistik). Auf nationaler Ebene befindet sich das wichtigste Zentrum dieser Branche (Bildungseinrichtungen, Forschungslabors, Produktionsstätten usw.) in Toulouse.

Wir haben an drei Orten agiert, zwei im Süden und einen im Norden. Wir haben Schlachtdeckel geöffnet und darin verborgenen Kabel in Brand gesteckt. An einem Standort haben wir eine Hochspannungsleitung angegriffen an dem Ort wo die Kabel in die Erde eindringen. Keine Erwähnung dieser Angriffe in den Medien, obwohl die Flammen bereits sehr hoch tanzten, als wir die Orte verließen, was keine Zweifel an dem Gelingen unserer Aktion lässt.

Wir haben am Vorabend der jährlichen Luft- und Raumfahrtmesse, die zu den weltweit wichtigsten in diesem Bereich zählt, agiert. Wir hoffen ihnen das Fest etwas verdorben zu haben. Sie sollen wissen, dass die rebellierenden noch nicht ihr letztes Wort gesprochen haben. Diese Stadt ist berühmt berüchtigt für die Ausbreitung seiner Todesindustrie, aber sie hat in den letzten Jahren auch ein Wiederaufkommen antimilitaristischer Agitation gesehen: Demos, Videoprojektionen und öffentliche Diskussionen, Graffitis an den Rekrutierungsbüros, Störaktionen, Transparente und Plakate gegen den Krieg, Flyern gegen den SNU, Blockade an Gymnasien gegen die Massaker in Gaza, Aktionen gegen Thales, Apside, Carrefour, Latecoere, Sabotagen gegen Zugstrecken der SNCF…

Mit unserer Aktion haben wir versucht, einem Teil dieser „industriellen Blüte“ (Luft- und Raumfahrt, Rüstung, Technologie), die sich vor allem im Besitz des französischen Staates befindet, den Saft abzudrehen.

Wir hätten wohl auch dem alten Chemiestandort SNPE (Heracles Ariane) der sich im Herzen der Stadt befindet, den Strom abdrehen können, aber aus Angst ein neues AZF (im September 2001 ist die Fabrik AZF die chemischen Dünger zu Herstellung von Munition fabrizierte durch einen Unfall in die Luft geflogen, was eine beachtliche Verwüstung in der ganzen Stadt verursacht hat.) zu provozieren oder die Erinnerung daran wieder aufkommen zu lassen, haben darauf verzichtet. Was soll man zu einer Welt sagen, die wie wahnsinnig an seinen Zeitbomben bastelt, die nur auf ein Funke wartet, um eine neue industrielle Katastrophe zu provozieren? Ist es im Namen des Fortschritts, des Versprechens einer von allen Krankheiten befreiten Welt, dass wir mit ansehen müssen, wie die Erde jeden Tag ein bisschen mehr vergiftet wird? Welche Ironie!

Übrigens wir wollen nicht unbedingt den Nachbarn der angrenzenden Viertel schaden. Aber so wie die Dinge organisierte sind, haben wir keine andere Wahl. In Anbetracht ihrer Eroberungskriege, ihrer zwischenstaatlichen Rivalitäten und der Aneignung der Rohstoffe, die zur Wandlung des Kapitalismus notwendig sind, haben wir unsere Seite gewählt. In Anbetracht ihrer industriellen Kriege, gegen Flüsse und Ozeane, gegen Berge und Gletscher, vom Untergrund bis hin zu den Sternen, haben wir unsere Seite gewählt. In Anbetracht ihrer sozialen Kriege gegen die Unterdrückten, die Frauen, die Unangepassten, die Deserteure von Gender und Race, die Eingeborenen, haben wir unsere Seite gewählt. Angesichts ihrer technologischen Kriege gegen das, was wächst und was sich der Maschine widersetzt, haben wir unsere Seite gewählt. Gegen ihre Kriege: unsere Seite ist die der Solidarität, des Kampfes, der Offensive und der rebellischen Liebe gegen alle Staaten, jegliche Industrie, alle Schlächter des Lebens…und der Freiheit.

Der Konflikt weitet sich aus, Russland und die NATO versprechen uns einen dritten Weltkrieg. Wollen wir uns angesichts dieser instabilen Welt also nicht einige Fragen stellen? Wie lange können wir es uns noch leisten, wegzuschauen oder uns mit einem humanitären Beitrag begnügen? Wie stellen wir uns vor zu reagieren, wenn der Konflikt näher rückt? Wenn, wie vom Staat geplant, die Wehrpflicht wieder eingeführt wird und eine ganze Kategorie von Menschen in den Krieg geschickt wird? Dass die Fabrik, die Büros, in denen Sie arbeiten, beschlagnahmt und in den Dienst desselben Krieges gestellt werden? Wissen wir, wo die militärischen Nachschubkonvois entlangfahren? Wissen wir, wie man pflegt? Wollen wir uns darauf verlassen, dass der Staat für unsere Sicherheit sorgt, obwohl er schon oft bewiesen hat, dass dies nicht sein Hauptanliegen ist? Wenn er nicht zögert, uns industriellen Risiken auszusetzen, warum sollte er sich dann mehr um unsere Sicherheit im Kriegsfall kümmern? Es gibt noch alte Hasen die sich an die Zeit erinnern, als der Begriff Krieg nicht eine Abstraktion war. Die Menschen mussten sich schon immer gegen die Kriegstreiberei ihrer Regierungen wehren. Wir werden uns dem nicht entziehen können. Sie weigerten sich, Kanonenfutter zu sein, und wir werden uns weigern, Drohnenfutter zu werden. Dies soll keine Panikmache sein, sondern eine Einladung zur Reflektion, zur Diskussion und zur Verweigerung der Passivität. Redet darüber mit euren Nachbarn, in der Warteschlange im Supermarkt, nach dem nächsten Kriegsfilm den ihr euch anschaut. Redet weit von weg von neugierigen Ohren (Mobiltelefone sind Ohren). Fragt euch auf wen ihr zählen könnt, und wie ihr euch verteidigen könnt gegen diejenigen die euch schaden wollen. Auch wenn wir die Welt nicht ändern können, bestimmen wir dennoch über unser eigenes Leben.

Wir können unser Kommunique nicht beenden, ohne all die Warmherzigkeit unserer feurigen Nacht den Gefährt*innen in Griechenland und anderswo zu senden, die den harten Verlust von Kyriakos, ein Anarchist, der kürzlich bei einer Explosion ums Leben kam, und die darauf folgende Repression erleiden müssen. Mut und Kraft!

Danke auch an den Unbeugsamen der ZAD gegen die A69, deren Mut und Entschlossenheit uns bestärkt. Eine Besetzung mag beendet sein (und lang lebe die Sabotage gegen die Unternehmen der Baustelle!), aber neue entstehen, weil wir nie aufgeben werden. Und das bisschen Freiheit, das der Realität abgerungen wurde, werden sie uns niemals nehmen können. Mut und solidarisiert mit all jenen die die staatliche Gegenoffensive dieses Kampfes erleben.

Solidarität mit allen die durchhalten gegen den genozidialen Krieg des israelischen Staates (der sich unter anderem hier in Toulouse mit Material für die Tsahal eindeckt).

Solidarität mit allen Aktivist*innen, Anarchist*innen, Ökos, Indigenen die Widerstand leisten gegen die militärischen Aggressionen der Staaten und Paramilitärs. Wir denken an Kanaky, Martinique, Mayotte, Kurdistan…

Danke auch all den Gefährt*innen die gegen den Krieg handeln, und im generellen Allen die versuchen sich zu widersetzen. Viel Kraft.

Unterschrieben: die neue CNT Aeronautique

P.S. Hier eine Auflistung der Unternehmen die wir vielleicht getroffen haben.

Im Noden: Airbus in Colomiers und Blagnac, Eads ATR, Safran, Dassault, Stelia Aerospace, Latecoere, British Aerospace, Daher, SopraSteria,Atos, Bollore Logistics, Collins Aerospace, Alyotech, Groupe Mecachrome, Actia Automotive..

Im Sueden: Airbus Defence and Space, Cassidian, der Mittel und Klein Unternehmens und Starup Cluster der Dronen in Labege Innopole entwickelt, Diodon Drone Technology, le Centre Spatial de Toulouse, Ansys, Delair, EADS Defense and Security Systems, Magellium, Nexeya, Soditech, Milingy…

 

Übersetzung von: SwitchOff

[en français][in English]

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Villeurbanne – Natur und Genossen verstümmelt: NGE-Maschine abgebrannt https://attaque.noblogs.org/post/2024/10/30/natur-und-genossen-verstummelt-nge-maschine-abgebrannt/ Wed, 30 Oct 2024 16:05:41 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=57220 Continuer la lecture ]]> Wir, die Gang d’Intervention des Ecureuil.les en Colère (GIEC), bekennen uns zu dem Feuer einer Baumaschine, das in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober 2024 auf einem Gelände von NGE in Villeurbanne in der Metropole Lyon gelegt wurde.

Diese Aktion zur Entwaffnung einer Baumaschine richtete sich gegen das Unternehmen NGE, einen multinationalen Baukonzern, der zahlreiche umweltschädliche und nutzlose Projekte durchführt. NGE hat u. a. die drei zerstörerischsten und überflüssigsten Baustellen Frankreichs.
:
– die Verbindung Lyon-Turin, welche für einen 145 km langen Tunnel die Alpen aushöhlt und 1500 Hektar Ackerland von Landwirt*innen enteignet;
– die Zerstörung von 327 km land- und forstwirtschaftlicher Flächen für die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Bordeaux nach Toulouse und Dax ;
– die Bebauung von 52 km Natur zwischen Castres und Toulouse für die Autobahn A69.

Um seine kapitalistischen Ziele zu erreichen, zögert das Unternehmen nicht, die Gegner*innen seiner Projekte zu bedrohen und zu verstümmeln. Dies zeigt sich in der unmenschlichen Repression, die durch die Allianz mit der äusserst gewalttätigen Ortnungsmacht gegenüber der ZAD der A69 ausgeübt wurde.

Mit dieser Entwaffnungsaktion bekunden wir unsere Solidarität mit allen Menschen, die gegen diese Projekte kämpfen, und geben dem Ruf des Widerstands, der sich in ganz Frankreich ausbreitet, ein Echo.

NGE kann noch so viele nachhaltige Mobilitätsprojekte in Lyon bauen, wir sind empört darüber, dass dieses todbringende Unternehmen sie durchführt und dass die öffentlichen Gelder der Metropole über Sytral dazu dienen, die Dividenden ihrer zwielichtigen Aktionäre zu steigern. Neben unserer Aufforderung, alle Bauprojekte, die nicht im Verhältnis zur klimatischen und sozialen Notwendigkeit stehen, zu stoppen, fordern wir, dass die Metropolregion Lyon jegliche Zusammenarbeit mit NGE einstellt.

Wir richten uns gegen NGE als Ganzes und nicht gegen die Arbeiter*innen, die ohnehin einer schweren und allzu oft prekären Arbeit ausgesetzt sind: Wir fordern Sie vielmehr auf, da wo es geht Widerstand zu leisten und die Arbeiten mit allen Mitteln zu verzögern, von der Verlängerung der Pausenzeiten über Ihre gewerkschaftliche Organisierung bis hin zur Sabotage ihrer Arbeitsmittel.

Die Gang d’Intervention des Ecureuil.les en Colère (GIEC)

 

Übersetzung gefunden an verschiedene Medien

[en français][στα ελληνικά]

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Saint-Bonnet-près-Bort: Der Windmessmast auf den Boden https://attaque.noblogs.org/post/2024/10/30/saint-bonnet-pres-bort-der-windmessmast-auf-den-boden/ Wed, 30 Oct 2024 15:05:11 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=57218 Continuer la lecture ]]> Ein Windmessmast, der seit Februar 2023 im Rahmen eines Windkraftprojekts auf einem Grundstück in der Gemeinde Saint-Bonnet-près-Bort aufgestellt worden war, wurde am Samstagmorgen am Boden liegend entdeckt. Wurde er durch den Wind beschädigt? Bereits am Montag wunderten sich Nachbarn darüber und gaben an, dass es in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Gemeinde windstill gewesen sei. Inzwischen geht man davon aus, dass die Windmessanlage sabotiert wurde.

Total énergies, der Betreiber des Windkraftprojekts, hat bei der Gendarmerie in Bort-les-Orgues eine Anzeige erstattet. Die Ermittlungen wurden gemeinsam von der Kriminalpolizei in Bort-les-Orgues und in Tulle übernommen.

 

Übersetzung gefunden an verschiedenen Medien

[en français] 

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Colombelles : Ein Beitrag zum Aufruf für transnationale Aktionen gegen Militarisierung und Nationalismus https://attaque.noblogs.org/post/2024/10/28/colombelles-ein-beitrag-zum-aufruf-fur-transnationale-aktionen-gegen-militarisierung-und-nationalismus/ Mon, 28 Oct 2024 17:45:00 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=57077 Continuer la lecture ]]> Im Rahmen der transnationalen Aktionstage gegen Militarisierung und Nationalismus, die während der Anarchistischen Büchermesse im Balkan im Sommer 2024 vorgeschlagen wurden (https://paris-luttes.info/communique-final-du-salon-du-livre-18589?lang=fr), haben wir entschieden die Stromversorgung der Tech-Industriezone „Effiscience“ in Colombelle (Frankreich) zu sabotieren. Wir haben dazu einen Strom-Transformator auf dem Gelände in Brand gesteckt, und somit versucht mehrere Firmen zum Stillstand zu bringen;

Safran Data Systems, die die Forschung und Innovation von Telemetrie für Satelliten zu militärischen Zwecken voran treibt, und ihre Technologie an diverse Armeen verkauft.

Probent Technology, die mit Präzisions-Mechanik unverzichtbare Bauteile herstellt, unter anderem für atomare Unterseeboote, die kürzlich von Naval Group gebaut wurden. Ihre Beteiligung an der Atomindustrie, die für die kriegerische Aufrüstung der Welt von zentraler Bedeutung ist, ist wichtig, da sie auch die Schaltzentralen des EPR* in Flammanville konzipiert haben.

Wir könnten auch noch über NXP semiconductors, Telit Wireless Solution, Sotraban, Eff’Innov, France Travail schreiben, die auf die eine oder andere Weise an den Netzwerken des Krieges beteiligt sind (Forschung-Innovation, Zulieferung, Rekrutierung …).

Die anderen Firmen auf diesem Campus nehmen Teil an der invasiven Digitalisierung aller Bereiche des alltäglichen Lebens. Sie entwickeln Technologien die uns isolieren und die Unfähigkeit zu agieren erzeugen. Technologien die Rohstoffe aus kolonialer Plünderung gebrauchen, um produziert zu werden. Die Gewinnung der Materialien, die für die technologische Produktion benötigt werden, wird durch Krieg ermöglicht. Eine Produktion, die ihrerseits den Militär- und Unterdrückungsapparat der kolonialistischen Mächte stärkt.

Wir wissen, dass unsere Aktion nur ein Sandkorn im Kampf gegen den Militär-industriellen Komplex ist, der Tag für Tag die technologischen Fähigkeiten der heutigen Kriege vertieft. Und dennoch, unsere Aktion ermöglicht es uns aus der Zuschauer*innen Position von Massakern von gestern, heute und morgen auszubrechen.

Kriege sind nie wirklich weit weg von uns. Sie brauchen Industrien, Transportwege und Energie, die überall zu finden sind. Diese Produktionen und Infrastrukturen werden sich in Zukunft, durch den heutigen Kontext der Militarisierung der Gesellschaft multiplizieren und intensivieren. Eine massive Restrukturierung der kapitalistischen Ökonomie wird gerade von der Bourgeosie organisiert, und sie zieht uns in eine Spirale eines dauerhaften Kriegszustandes.

Andere Aktionen dieser Art finden regelmäßig statt. Das Räderwerk des Krieges zu entlarven, es anzugreifen und unsere Aktionen mit anderen in Resonanz zu bringen, ist für uns von größter Bedeutung.. Wir erkennen uns in dem Aufruf von der anarchistischen Buchmesse im Balkan wieder und senden herzliche Grüße all jenen die gegen das Aufkommen von Nationalismus und Militarismus ankämpfen. Erweitern wir unsere Netzwerke von Widerstand und Solidarität.

Krieg dem Krieg und den Grenzen!

 

 

Übersetzung von: SwitchOff

[en français][in italiano][in English]

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Toulouse : Sabotieren wir ihre Kriegswege https://attaque.noblogs.org/post/2024/10/28/toulouse-sabotieren-wir-ihre-kriegswege/ Mon, 28 Oct 2024 17:25:56 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=57073 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 2024, haben wir die Bahngleislinie die von Toulouse Richtung Süd/Süd-Westen führt sabotiert. Ein Graffiti wurde in der Nähe hinterlassen „Sabotieren wir ihre Kriegswege“.

Die neoliberalen Kriegswege ziehen sich durch das ganze Land, dank dem Zugverkehr.

Der imperiale Krieg wird hier in Europa geschaffen. Die Transport-Infrastruktur ist eine essentielle Voraussetzung für seine Verbreitung.
Der TSI (Transatlantic Security Initiative) hat im Rahmen seines Programms für die europäische Kriegs-Mobilität, 2020 ein Raport veröffentlicht. Das erklärte Ziel darin ist es, die Leistungsfähigkeit des militärischen Güterverkehrs und die digitale Verbindung in und außerhalb Eruopas zu erhöhen. Im Sinne dieses Berichts werden heute neue Abmachungen zwischen den Bahnbetreiber und Kriegsfirmen unterschrieben.
Das ist dass was gerade in Italien geschehen ist, mit dem neuen Vertrag zwischen Leonardo (Rüstungsindustrie) und der italienischen Bahngesellschaft.
In Frankreich ist die SNCF stolz darauf als erste Industrie-Gesellschaft an der Militärparade vom 14. Juli (französischer Staatsfeiertag) eingeladen worden zu sein, um für ihren Beitrag an der Aufrüstung der Nation und seiner Logistischen Unterstützung die Ehre zu empfangen. Die SNCF ist aber nicht die einzige Firma, viele andere profitieren von den heutigen Kriegen, vom Verkauf von Rüstungsgütern bis hin zum Geschäft für den Wiederaufbau. Die Region im Süd-Westen von Toulouse beherbergt unter anderem Firmen wie die SNCF, Thales, Airbus, Safran und weitere Kriegsprofiteure. Wenigstens für einen Tag hatten die Arbeiter*innen dieser Unternehmen etwas mühe sich zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Wir entschuldigen uns bei all den Spaziergänger*innen die nur etwas wandern gehen wollten.

Wir antworten mit dieser Aktion auf den Aufruf der anarchistischen Büchermesse im Balkan 2024:
„Einladung vom 1-10 Oktober 2024 gegen die Militarisierung und den Nationalismus zu agieren.
In dieser Zeit laden wir alle dazu ein, an ihren eigenen Orten und auf ihre eigenen Arten und Weisen Aktionen gegen die Verhältnisse des Krieges zu organisieren: Nationalismus, Militarismus, Patriarchat, Politiken des Ausschlusses usw. Startet Aktionen gegen die Waffenindustrie und den Waffentransport, gegen alle nationalen Militärapparate, gegen multinationale militärische Koalitionen und die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft. „

Solidarität mit allen Deserteur*innen und allen die Widerstand leisten gegen den Krieg.
Solidarität mit dem palästinensischen Volk

 

 

Übersetzung von: SwitchOff

[en français][in italiano][in English][στα ελληνικά]

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Manche: Einige M-Schrauben weniger an einem Hochspannungsmasten neben Flamanville https://attaque.noblogs.org/post/2024/10/08/manche-einige-m-schrauben-weniger-an-einem-hochspannungsmasten-neben-flamanville/ Tue, 08 Oct 2024 16:45:54 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=56931 Continuer la lecture ]]> Das Atomkraftwerk in Flamanville, dessen Arbeiten im Jahre 2006 begonnen hatten, und die sich dem Ende nähern, könnte diesen Herbst an das Stromnetz angebunden werden. Diese Etappe, die man „couplage“ (Verkuppelung) nennt, ist entscheidend für die in Betriebnahme, des dann kräftigsten Kernkraftwerk Frankreichs. Das EPR (1) Kraftwerk in Flamanville und die angekündigten zukünftigen EPR2’s (geplante Reaktoren Penly 3 und 4, Gravelines 7 und 8, Le Bugey 6 und 7) würden zu den 56 bereits aktiven Reaktoren im Lande dazu kommen, ohne die Nuclear-Reaktoren für die Propulsion von Unterseebooten und von Flugzeugträgern oder die paar Reaktoren für Recherche Zwecke, zu zählen.

Die Inbetriebnahme des EPR von Flamanville, falls das funktionieren wird, würde die Kraft des französischen Nuclear-Staates beachtlich verstärken. Zum einen, dank der Quantität produzierter Energie, die natürlich der kapitalistischen Produktion, der Kriegsökonomie und der Konsumgesellschaft dienen wird, aber auch durch das Erstrahlen pro-nuclearer Propaganda, die im Kielwasser der Inbetriebnahme des Kraftwerks von den Partisanen der nuklearen Ordnung vorangetrieben werden wird. Denn das Projekt des EPR in Frankreich, muss trotz den vielen technischen Missläufen, den Verspätungen und den hohen Mehrkosten, die das Projekt hervorgebracht hat, koste es was es wolle, gelingen. Um somit die Idee des Fortschrittes, den dieses Projekt mit sich bringen soll, über Wasser zu halten. Für EDF, Framatone und Konsorten, spielen das Fiasko des EPR Projekts in Olkiluoto in Finnland, die radioaktiven Kontaminationen des EPR 1 und 2 in Taishan in China, oder der massive Widerstand gegen das Projekt: der einzige mögliche Ausweg ist die Fiktion eines historischen industriellen Erfolgs. Umso mehr im heutigen Kontext der offensiven pro-Atom Propaganda an allen Fronten.

Und somit haben wir in einer sternenklaren Nacht (leider konnten wir mehr Sateliten als Sternschnuppen sehen), die Hochspannungslinie Cotentin-Maine die vom Atomreaktor von Flamanville ausgeht, destabilisiert. Wir haben die Fixation-M-Schrauben eines Strommasten entfernt, soviele bis wir vibrationen in der Struktur verursacht haben. Um das zu bewerkstelligen haben wir einen 46 Schlüssel (mit einer Eisenstange um mehr Hebelkraft zu erzeugen), einen Engländer Schraubenschlüssel (ohne Eisenstange) und WD40 benützt.

Strommasten und Hochspannungsleitunen, die Autobahnen des Stromverkehrs, gibt es überall. Und nicht nur Atomkraftwerke: auch um sogenannte erneuerbare Enegie zu transportieren (Windräder, Photovoltaique Anlagen…) die dazu beitragen immer mehr Elektrizität zu produzieren, um somit die Techno-industrielle Gesellschaft aufrechtzuerhalten. All diese Energie füttert die Maschinen die uns kontrollieren, uns überwachen, uns arbeiten lassen, uns amüsieren und uns einen Lebensstil aufzwingen.

Um diese Ziele, die Masten sind, zu erreichen, gibt es mehrere Ressourcen [auf Französisch]:

– Brochure Pylône ! Pylône ! Feu, feu ! : Tentative de recension des déboires pylonesques de fin 2022 à nos jours à partir de communiqués et publications de ces dernières années (2024)

– Vidéo Le dépylonnage pour les nuls (2011)

– Vidéo Noël avant l’heure (2013) (Quand Vimeo veut bien fonctionner…)

Communiqué #2 : Sabotage d’un pylône THT en France/Grand-Est (2023)

– Brochure Comment abattre des pylônes ? (1988)

Brochure en 5 parties de la bibliothèque des menaces (No trace project, 2024)

– Brochure BlablADN : de l’ADN théorique à son nettoyage pratique : en savoir plus pour éloigner les flics (version 2024)

„Sobald die Oeko-Aktivisten, die heute gegen die Atomenergie fokussiert sind, anfangen sich gegen Hochspannungsleitungen zu richten, riskiert die Situation gravierend zu werden. Denn auch wenn wir ein Atomkraftwerk mit Stacheldraht und eventuel Polizei beschützen können, ist das nicht der Fall bei Hochspannungsmasten.“
Auszug einer Geheimakte von EDF im April 1983

 

Störungselemente im Widerstand

 

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in English]

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Saïx (Tarn) : Nächtlicher Angriff gegen die Baustellle der A69 https://attaque.noblogs.org/post/2024/09/02/saix-tarn-nachtlicher-angriff-gegen-die-baustellle-der-a69/ Mon, 02 Sep 2024 17:40:13 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=56860 Continuer la lecture ]]> La Dépêche du Midi / vendredi 23 août 2024

Ein beeindruckender Brand hat einen Bau auf der Baustelle der Autobahn A69 in Saix (Tarn), zwischen Castres und Toulouse in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, auf der Höhe des Parks der Dicosa gegenüber der ZAD der „Cal Arbre“, zerstört.

Gegen 1 Uhr 30 morgens, haben mehrere Gruppen vermummter Individuen mit Steinen geworfen und somit die Sicherheitsleute dazu gezwungen sich zurück zu ziehen. Nach unseren Informationen hätte eine dritte Gruppe den Bau in Brand gesteckt. Der Autobahnbetreiber Atosca spricht von dem Gebrauch mehrer Molotovs-Cocktails.
Auf jeden fall ging die Imposante Schalungs-struktur aus Metal und Holz in Flammen auf. Als Feuerwehrleute und Gendarmerie intervenierten, wurden sie mit Steinen beworfen. Die Polizei spricht von etwa 30 Leuten, die höchstwarscheinlich aus der naheliegenden ZAD gekommen seien.

Die Löscharbeiten wurden somit verzögert, und das Feuer mehr oder weniger gegen 6 Uhr 30 in Griff bekommen. Walter Guyonvarch, Direktor der Operationen des Autobahnbetreibers meinte die Feuerwehrleute seien um 8.30 Uhr zurückgekehrt und das Feuer war immer noch aktiv.
Beim zerstörten Bau handelte es sich um eine Schalung, die dazu bestimmt war einen Brückenpfeiler zu giessen. „Eine sehr spezifische Struktur“, meint Walter Guyonvarch, der sich über „eine Kontinuität von Aktionen beklagt, bei der man sich keine Illusionen machen muss, denn die Täter sind auf der naheliegenden ZAD vorzufinden.“
Eine Klage wurde eingereicht. Der Direktor der Baustelle erklärte, dass das Terrain der „Cal Arbre ihnen gehöre, und dass sie auf die Hilfe der Ordnungshüter zähle, um die Zadisten vertreiben zu können.“ Und er meinte um abzuschliessen, „Diese Tat sei ein harter Schlag für die Moral aller beteiligten Arbeiter auf der Baustelle, aber sie seien alle bereit, dass was zerstört wurde wieder aufzubauen.“
Es gab keine Verletzten bei dem Vorfall und keine Verhaftungen konnten bis jetzt getätigt werden.

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français]

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Bekennerschreiben nach Sabotage von TGV-Strecken https://attaque.noblogs.org/post/2024/08/19/bekennerschreiben-nach-sabotage-von-tgv-strecken/ Mon, 19 Aug 2024 13:50:06 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=56407 Continuer la lecture ]]> Bekennerschreiben nach Sabotage von TGV-Strecken, die nur wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris stattfinden

Sie nennen es eine Party? Wir sehen darin eine Feier des Nationalismus und eine gigantische Inszenierung der Unterwerfung der Bevölkerungen durch Staaten.

In einer spielerischen und freundlichen Atmosphäre bieten die Olympischen Spiele ein Experimentierfeld für das polizeiliche Managment von Menschenmengen und die allgemeine Kontrolle unserer Bewegungen.

Wie jedes große Sportereignis sind sie auch eine Gelegenheit, die Werte zu verehren, die der Welt der Macht und des Geldes zugrunde liegen, dem weit verbreiteten Wettbewerb, Leistung um jeden Preis, Opfer für nationale Interessen und Ruhm.

Das Gebot, sich mit einer imaginären Gemeinschaft zu identifizieren und das vermeintliche Lager der Zugehörigkeit zu unterstützen, ist nicht weniger schädlich als der permanente Anreiz, sein Heil in der Gesundheit der eigenen Volkswirtschaft und in der Macht der nationalen Armee zu sehen.

Heute braucht es eine immer größere Dosis Böswilligkeit und Verleugnung, um all den Horror nicht zu sehen, der von der Konsumgesellschaft und dem Streben nach dem sogenannten „westlichen Wohlstand“ erzeugt wird. Frankreich möchte diese große Veranstaltung zum Schaufenster seiner Exzellenz machen. Doch sie können nur diejenigen täuschen, die sich entschieden haben, Scheuklappen aufzusetzen, und die damit zufrieden sind. Wir empfinden für sie tiefe Verachtung.

Der Einfluss Frankreichs beruht auf der Produktion von Waffen, deren Verkaufsvolumen es zum zweitgrößten Exporteur der Welt macht. Der Staat ist stolz auf seinen militärisch-industriellen Komplex und sein Arsenal „Made in France“. Die Mittel des Terrors, des Todes und der Verwüstung auf der ganzen Welt zu verbreiten, um seinen Wohlstand zu sichern? Cocoricooo!

Bei allem Respekt vor den Naiven, die immer noch an das demokratische Märchen glauben, der französische Staat nutzt seine repressive Palette auch, um sie gegen seine eigene Bevölkerung zu wenden. Sei es um die Unruhen nach der Ermordung Nahels durch die Polizei im Juni 2023 zu unterdrücken oder um zu versuchen, den Antikoloniale-Aufstand in Kanaky zu stoppen. Solange es einen Staat gibt, wird er nicht aufhören diejenigen zu bekämpfen, die seine Autorität in Frage stellen.

Die Aktivitäten französischer Unternehmen auf der ganzen Welt machen die sozialen und ökologischen Verwüstungen durch das kapitalistische System immer deutlicher. Diejenigen, die notwendig sind, um die gegenwärtige soziale Organisation zu reproduzieren, und diejenigen, die dem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt inhärent sind. Ein Fortschritt, der die Kette vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Katastrophen nur als Chance für einen Sprung nach vorn wahrnimmt. Total setzt die Plünderung und Enteignung neuer Gebiete auf der Suche nach Öl und Schiefergas fort (Ostafrika, Argentinien usw.). Unter dem Deckmantel ihres neuen grünen Babel sichert uns die Atomindustrie und der Export des französischen Know-hows in diesem Bereich, mehr oder weniger kurzfristig, einen verstrahlten Planeten, der buchstäblich unbewohnbar wird. Für die Atomentwickler ist es nur eine weitere Krise, mit der sie sich auseinandersetzen müssen. Sie, die nicht ohne ihre Kooperation mit dem russischen Staat durch seinen Riesen Rosatom und die Unterstützung seiner Armee auskommen können, um den Aufstand in Kasachstan im Jahr 2022 niederzuschlagen, Das Land ist ein wichtiger Uranlieferant. Das Erz, das die 58 Reaktoren des Hexagon antreibt.

Was sind also die menschlichen, sozialen und ökologischen Kosten für einige wenige Privilegierte, die schnell und weit mit dem TGV reisen? Unendlich viel zu viel.

Die Eisenbahn ist keine triviale Infrastruktur. Sie war immer ein Mittel zur Kolonisierung neuer Gebiete, eine Voraussetzung für deren Verwüstung und ein klarer Weg für die Ausbreitung des Kapitalismus und der staatlichen Kontrolle. Der Bau der Linie „Tren Maya“ in Mexiko, bei der Alstom und NGE zusammenarbeiten, ist ein gutes Beispiel dafür.

Und die Elektrobatterien, die für die sogenannte „Energiewende“ unerlässlich sind? Fragt mal die Arbeiter der Mine Bouazeer und die Bewohner der Oasen dieser marokkanischen Region, die den Preis für diesen Goldrausch des 21. Jahrhunderts zahlen. Renault gewinnt die Mineralien, die notwendig sind, um den Umweltschützern der Metropolen auf dem Rücken geopferter Leben ein reines Gewissen zu geben. Sprechen Sie mit den „Menschen des Waldes“ auf der Insel Halmahera im Nordosten Indonesiens, mit den Hongana Manyawa, die verzweifelt sind, wenn sie sehen, wie der Wald, in dem sie leben, auf dem Altar des „ökologischen Übergangs“ zerstört wird. Der französische Staat beteiligt sich über die Firma Eramet an der Verwüstung von Land, das bisher verschont geblieben ist. Ebenso will er den melanesischen Caillou nicht loslassen, um ihm weiterhin das kostbare Nickel zu entziehen.

Wir werden hier mit der unmöglichen Bestandsaufnahmen der tödlichen und räuberischen Aktivitäten aufhören, die jedem Staat und jeder kapitalistischen Wirtschaft eigen ist. Das wäre auch keine Hilfe, um mit einem langweiligen und deprimierenden Leben zu brechen, mit einem Leben der Ausgebeuteten und um der Gewalt der Staaten und der religiösen Führer, den Familienoberhäupter und Polizeipatrouillen, Patrioten und Arbeitgebermilizen ebenso wie den Aktionären, Unternehmer, Ingenieure, Planer und Architekten des Verfalls, die Stirn zu bieten.

Glücklicherweise trifft die Arroganz der Macht weiterhin auf die Wut der unterdrückten Rebellen. Von Unruhen bis zu Aufständen, bei offensiven Demonstrationen und Revolten, bei täglichen Kämpfen und Widerständen im Untergrund. Mögen an diesem Tag durch die Sabotage der TGV-Linien, die Paris mit den vier Ecken Frankreichs verbindet, die Rufe nach „Frau, Leben, Freiheit“ des Iran, die Kämpfe der Amazonasbewohner, das „Fuck France“ aus 0ceanie, die Freiheitswünsche, die uns aus der Levante und dem Sudan erreichen, die Kämpfe, die hinter den Mauern der Gefängnisse weitergehen, und die Aufsässigkeit von Deserteuren aus der ganzen Welt.
Denjenigen, die diesen Taten vorwerfen, den Aufenthalt der Touristen zu verderben oder die Abreise in den Urlaub zu stören, antworten wir, dass es immer noch so wenig ist. So wenig im Vergleich zu diesem Ereignis, an dem wir teilnehmen möchten und das wir von ganzem Herzen benennen: den Untergang einer Welt, die auf Ausbeutung und Herrschaft basiert. Ja, wir werden etwas zu feiern haben.

Eine unerwartete Delegation

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in italiano][in English][en español][στα ελληνικά]

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Toulouse: Guter Rat kommt über Nacht https://attaque.noblogs.org/post/2024/06/17/toulouse-guter-rat-kommt-uber-nacht/ Mon, 17 Jun 2024 17:05:48 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=55960 Continuer la lecture ]]> Der ökologische Übergang, die Entkarbonisierung unter dem Deckmantel eines grünen Kapitalismus wird uns mit großem Pomp eingehämmert. Die Realität ist, dass der Kapitalismus kein Übergangssystem ist, sondern ein Akkumulationssystem. Die dritte U-Bahn-Linie, die Hochgeschwindigkeitsstrecke auf der Autobahn… Dieses System wird durch seine Ströme aufrechterhalten und hier findet es auch seine Schwachstellen.

Ob es Macron gefällt oder nicht, wenn es eine Akkumulation gibt, gibt es kein Trickle-Down, sondern es ist ein Märchen, das am Ende immer das gleiche Elend bringt, die Reichen teilen nicht und die Armen arbeiten sich zu Tode. Aus diesem Grund wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai in Toulouse ein Bohrer der Firma NGE, die an der neuen Linie der Toulouser U-Bahn arbeitete, angezündet.

Mit dieser Geste wollen wir den Arbeiter würdigen, der am 4. März 2024 auf der Baustelle dieser U-Bahn-Linie gestorben ist.
Ein solidarischer Beitrag für die Zadisten, die sich nicht entmutigen lassen und weiterhin die Baustelle der A69 besetzen und sabotieren.
Kraft für die Kanak-Aufständischen

 

Übersetzung von: Switch off [den Titel haben wir korrigiert; NdAtt.]

[en français][in English]

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Lacroisille/Appelle: Wenn die Welt des Betons wieder und wieder in Flammen aufgeht https://attaque.noblogs.org/post/2024/06/17/lacroisille-appelle-wenn-die-welt-des-betons-wieder-und-wieder-in-flammen-aufgeht/ Mon, 17 Jun 2024 17:00:50 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=55838 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai flackerte ein neues Freudenfeuer an diesem grauen Horizont auf.

Die IAG hat das Ziel, ihre Präsenz auf dem nationalen französischen Boden zu zeigen, um dem Mangel an ökologischer Gerechtigkeit durch die Zerstörung von Baumaschinen entgegenzuwirken.

Die Konzessionäre und Bauherren fühlen sich von ihrem Projekt bedroht, sei es rechtlich, durch die öffentliche Meinung oder durch die Opposition der Bürger. Sie versuchen, das Projekt mit Gewalt durchzusetzen, um keinen Krümel der saftigen Gewinne zu verlieren, die ihnen das Landgrabbing verspricht.

Noch ist Zeit, das Ruder herumzureißen!

Der Rechtsweg ist hoffnungslos langsam, was dazu führen könnte, dass der Beton schon vor dem juristischen Ergebnis der Einsprüche in der Sache zum Vorschein kommt. Wir haben keine andere Wahl, als trotz der Überwachung und der schweren Repression einzugreifen, um eine Chance zu haben, dass die Bevölkerung in der Frage der gemeinsamen Ressourcen ein Mitspracherecht hat, denn wir wollen nicht, dass der Staat erneut über die Stränge schlägt.

Wir riskieren nicht aus Spaß jahrelange Haftstrafen, aber der aktuelle Zustand der Demokratie lässt uns keine andere Wahl! Wir fordern die zuständigen „In“-Behörden auf, sich ihrer Verantwortung für unnötige und naturzerstörende Projekte zu stellen, bevor der Punkt erreicht ist, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Wir fordern die Aufgabe des Projekts und eine Amnestie für alle, die wegen ihres Widerstandes gegen umweltschädliche Entscheidungen verfolgt werden. Diejenigen, die eingesperrt und in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Wir haben keine andere Wahl, als weiterzumachen, solange dieses und andere Ökozid-Projekte nicht aufgegeben werden.

Kraft für den Kanak-Aufstand, das palästinensische Volk, unsere eingesperrten Brüder und Schwestern und alle, die gegen Unterdrückung kämpfen, egal wie sie aussieht!

IPCC
Vereinigung zum Schutz des kosmischen Ökozids
(Groupement d’Interdiction d’Ecocide Cosmique)

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in English]

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Caen: Küsschen (an die ASN :) https://attaque.noblogs.org/post/2024/06/06/caen-kusschen-an-die-asn/ Thu, 06 Jun 2024 17:45:40 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=55691 Continuer la lecture ]]> Am 15. April 2024 wurde der Internet-Schrank der Autorité de Sûreté Nucléaire (ASN) in Caen angezündet, um ganz praktisch gegen die Atomenergie zu kämpfen.

Es handelt sich um eine Scheininstitution: Es gibt keine sichere Atomenergie. Die Intensivierung der Atomkraft wird mit der Inbetriebnahme des EPR in Flamanville beginnen, der von der ASN genehmigt wurde, für immer mehr zerstörerische Produktion und soziale Kontrolle.
Von den Minen bis zu den Abfällen, krepiert die Atomgesellschaft.

Wie auch immer, wir mögen weder die Atomkraft noch die Gendarmen, also können wir auch gleich den sogenannten „Atomgendarm“ angreifen.

Küsschen

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in English]

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Labège (Haute-Garonne): Bring the war home https://attaque.noblogs.org/post/2024/06/06/labege-haute-garonne-bring-the-war-home-2/ Thu, 06 Jun 2024 17:35:39 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=55687 Continuer la lecture ]]> Die Kriegsrhetorik und das Aufrüstungsstreben nehmen immer mehr zu. Der Krieg ist total. Besatzungskrieg, sozialer Krieg, Völkermord und Verwüstung. Macron vibriert vor Lust bei dem Gedanken, diesen mit Blut und Elend ausgekleideten Weg fortzusetzen. Kriegsindustrie Aufrüstung und Austerität.

Wenn man gezwungen ist, der phallischen Masturbation dieser Kriegsherren mit Krawatte tatenlos zuzusehen, wird einem übel. Auf der einen Seite fließt das Blut in Strömen und auf der anderen Seite türmen sich die Geldberge. Das Lied ist immer das gleiche: versklaven, beherrschen und vernichten, um immer mehr Macht und Geld anzuhäufen. Wie viel Geld werden diese Arschlöcher noch schlucken können?

Sich hilflos zu fühlen und zu wissen, dass wir diesen Sommer mit den Olympischen Spielen auch noch eine macronianische Ejakulation bekommen werden, ist nicht gerade ein Wunschtraum. Wie weit wird der Mensch in der Lage sein, das zu ertragen?

In der Nacht vom 11. auf den 12. April sind wir zur Gewerbezone von Labège gegenagen, mit der Absicht, eine Infrastruktur des gegenwärtigen Krieges in Brand zu setzen. 5g ist eine Schlüsselinfrastruktur für die erzwungene Digitalisierung unseres Lebens, für diese neue Welt, die uns mit technologischen Fortschritten verkauft wird. 5g ist eine Schlüsselinfrastruktur für eine neue Welt unter Kontrolle, unter ständiger Überwachung. Eine Infrastruktur, die es ermöglicht, dass immer mehr neue vernetzte Waren über uns hereinbrechen, die es zu kaufen gilt. Eine Infrastruktur für die moderne, ferngesteuerte, intelligente und ausgeklügelte Kriegsführung. Eine Infrastruktur, um die Ressourcen dieses Planeten auf Kosten der Verdammten der Erde auszubeuten. Energie, Kobalt, Lithium und so weiter und so fort. Auf den totalen Krieg, der gegen uns geführt wird, sollten wir mit Widerstand antworten.

Wir möchten auch dem Arbeiter gedenken, der Ende des Winters auf einer Baustelle für die dritte Metrolinie gestorben ist, nur wenige Schritte von der abgebrannten Antenne entfernt.

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in italiano][in English]

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Vecqueville (Haute-Marne): Die Industriegießerei vom Stromnetz abgeschnitten! https://attaque.noblogs.org/post/2024/03/29/vecqueville-haute-marne-die-industriegieserei-vom-stromnetz-abgeschnitten/ Fri, 29 Mar 2024 19:45:48 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=54836 Continuer la lecture ]]> Die Industriegießerei vom Stromnetz abgeschnitten! Ohne Cigéo keine Wiederbelebung der Atomenergie, ohne die GenossenschaftlerInnen kein Cigéo!

„Die Kollaborateure des nuklearen Desasters identifizieren und angreifen“ heißt es in einem Schreiben, das sich zu der Brandstiftung am Fahrzeug des Chefs eines örtlichen Architekturbüros in Commercy im September 2022 bekennt. In dem Brief heißt es weiter: „Unser direktes Eingreifen sollte als Warnung an lokale und regionale Bauunternehmen, Sicherheitsfirmen, Institute für Umweltüberwachung etc. gelesen werden. : Diejenigen, die meinen, mit der nuklearen Verwüstung und der Militarisierung des Territoriums durch CIGEO Profit zu machen, werden am Ende sehr teuer dafür bezahlen müssen!“

Mit diesen Worten im Herzen und viel Wut im Bauch besuchten wir am frühen Morgen des 11. März – anlässlich des 13. Jahrestags der nuklearen Katastrophe von Fukushima – einen weiteren regionalen Profiteur der Atommafia. Diesmal war nicht ein kleines mittelständisches Unternehmen das Ziel, sondern die Industriegießerei FERRY CAPITAIN in Vequeville – ein Unternehmen mit über 300 Beschäftigten in der Nähe von Joinville. Unser Ziel war es, den Strom in den vier Industriekomplexen vollständig abzuschalten und so die Produktion (zumindest für eine Weile) zu stoppen.

Zu diesem Zweck machten wir die Hauptstromleitungen ausfindig, die den Standort aus verschiedenen Richtungen versorgen. Leider konnten wir von den vier ausfindig gemachten Leitungen nur drei mithilfe von Brandsätzen kurzschließen. Zusätzlich zu den direkten Schäden und dem erwarteten Produktionsausfall hoffen wir, dass der Stromausfall, auch wenn er letztendlich nicht vollständig sein wird, weitere Sekundärschäden an den Maschinen am Standort (von denen einige rund um die Uhr laufen müssen) verursachen wird.
Eine dieser Stromleitungen, konnten wir die Möglichkeit von Nebenwirkungen auf die Stromversorgung einiger Privathäuser nicht völlig ausschließen. Wir bitten die Anwohner, eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Warum FERRY CAPITAIN? Die Partnerschaft zwischen FERRY CAPITAIN und ANDRA hat uns dazu bewogen, dieses Ziel auszuwählen. Die Aktivitäten des Unternehmens selbst hätten uns jedoch genauso gut dazu veranlassen können, die gleiche Wahl zu treffen. Das Unternehmen wurde 1831 gegründet und war zunächst eine einfache Gießerei, die sich in den 1900er Jahren auf den Guss und die Bearbeitung von Industrieteilen spezialisierte. FERRY CAPITAIN erweiterte seinen Aktionsradius und seine Präsenz auf dem Weltmarkt unaufhörlich, indem es auch in den am wenigsten tugendhaften Sektoren tätig wurde: Bergbau, Zementindustrie, Herstellung von Tunnelbohrmaschinen, Teilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie, Partnerschaft mit EDF für Gas-, Dampf- und Wasserkraftgeneratoren in den letzten Jahrzehnten.
In 185 Jahren hat FERRY CAPITAIN voll und ganz zur ökologischen und sozialen Katastrophe beigetragen, indem es mit seinen maßgeschneiderten Maschinen, Teilen und Werkzeugen die Gewinnung und Ausbeutung von Rohstoffen aus dem Boden ermöglichte. Ausgezeichnet durch die Dynamik „France Relance“ der aktuellen Regierung, ist dieses Unternehmen heute „stolz darauf, Preisträger des Plans zur Wiederbelebung der französischen Industrie zu sein“. Mit der Energiewende öffnen sich für das Unternehmen die Türen zu einem lukrativen und ergiebigen Markt: noch mehr Mineralienabbau und die Wiederbelebung der Kernenergie als Bonus! FERRY CAPITAIN stellt die Werkzeuge für die ewige Verwüstung made in France her.

Was hat das mit CIGÉO zu tun? Gehen wir ein wenig in der Zeit zurück: Im November 2023 kündigte Patrice Torres, Generaldirektor der ANDRA für die Regionen Meuse und Haute-Marne, öffentlich eine neue 20-monatige Phase in der Entwicklung von CIGÉO ab Beginn des Jahres 2024 an. Diese umfasst zum einen die Enteignung von ca. 110 HA der für das Projekt noch fehlenden Grundstücke und zum anderen die Genehmigungsverfahren für eine ganze Reihe von Vorarbeiten auf dem Gelände. Dazu gehörten archäologische Ausgrabungen, die Einrichtung von zwei neuen Plattformen und etwa 600 neue Bohrstellen für geologische und hydrologische Messungen. Der Auftrag für diese letzten Arbeiten wurde (wenig überraschend) an den weltweit tätigen Bergbaukonzern ANTEA vergeben, der auch für den Bau der Stollen verantwortlich ist und derzeit wegen eines tödlichen Grubenunglücks im Labor der ANDRA im Jahr 2016 vor Gericht steht.

Das Landgrabbing und die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt werden von Maßnahmen begleitet, die darauf abzielen, die wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung zu zementieren. Oder, wie Herr Torres es ausdrückt: „Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit lokalen Unternehmen und die Einhaltung der öffentlichen Aufträge so weit wie möglich auszubauen. Wann immer es möglich ist, möchten wir mit ihnen zusammenarbeiten. Wir versuchen auch, bestimmte Testeinrichtungen wie z. B. Vorführanlagen lokal anzusiedeln. (…) Im gleichen Sinne haben wir mit einer Gruppe von Unternehmen, darunter FERRY CAPITAIN, einen Vertrag über die Konzeption eines Vorführmodells abgeschlossen, das es uns ermöglichen wird, Andocksysteme zwischen der Transporthaube für mittelradioaktive Abfälle und dem Lagerbereich zu testen.“

Nachdem sich der Weltmarktführer für Seilbahntechnologie POMA in Froncles niedergelassen hat, um einen Prototyp der „Castor-Seilbahn“ zu bauen, kommt nun also ein weiterer Demonstrationsbetrieb nach Vequeville – Wir sind begeistert! ANDRA macht die lokale Bevölkerung zum Totengräber ihres eigenen Territoriums und hat noch die Frechheit, dies der Öffentlichkeit als Beschäftigungsmotor und Wachstumsförderung zu verkaufen. Das ist so zynisch, dass man sich übergeben möchte.

Wir werden weiterhin die Verantwortlichen und Ausführenden dieses teuren, gefährlichen und nutzlosen Projekts CIGÉO angreifen! Neben der Sabotage der eigentlichen Arbeiten halten wir Angriffe auf Subunternehmer für ein geeignetes Mittel, um durch Sachschäden finanziellen Druck auszuüben und die lokalen Verwicklungen der ANDRA in der Region aufzudecken.

Ohne Cigéo keine Wiederbelebung der Atomenergie, ohne die Genossenschaftler kein Cigéo!

Wir widmen diese Aktion den Menschen, die vor Ort in Bure gegen das CIGÉO-Projekt kämpfen, der Bevölkerung im Süden von Meuse und Haute-Marne, die von den Enteignungen der ANDRA betroffen sind, sowie den beiden Personen aus Isère, die immer noch der Sabotage im „POMA-Verfahren“ beschuldigt werden.

Informelle Piraten-Aktionsgruppe zum Versenken der Fähre

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in English]

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Toulouse: Sabotage des Toulouse-Narbonne Bahnverkehrs gegen die A69 https://attaque.noblogs.org/post/2024/03/29/toulouse-sabotage-des-toulouse-narbonne-bahnverkehrs-gegen-die-a69/ Fri, 29 Mar 2024 19:40:49 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=54791 Continuer la lecture ]]> Zur Unterstützung der Gegner der A69 (Autobahn-Projekt)  haben wir in der Nacht vom 28. auf den 29. Februar die Bahnstrecke Toulouse-Narbonne sabotiert.

Die SNCF folgt dem Willen des neoliberalen Staates und verabschiedet sich immer mehr vom Frachtverkehr, um den Straßengüterverkehr zu fördern. Das Ziel ist immer das gleiche, nämlich Geld in die Kassen privater Unternehmen (private Transportunternehmen, private Bauunternehmen und Betreiber) zu spülen. Das Lied ist mittlerweile alt, nur der Rhythmus hat sich ein wenig geändert, er hat sich in den letzten Jahren beschleunigt.
Das immer weiter verbreitete soziale Elend ist nur eine der Folgen dieses Liedes, die Verwüstung unserer Erde im Namen des Profits ist eine andere.

Wir möchten hier die Revoltierenden grüßen, die in diesen Wintermonaten auf der Zad de la Crèm-arbre mit Mut und Verbissenheit versucht haben, der Dampfwalze eines mafiösen und verkommenen Systems zu widerstehen. Wir können uns vorstellen, dass die wenigen Nächte in diesen Hütten sehr kalt und sehr feucht gewesen sein müssen. Deshalb haben wir versucht, Ihnen mit unserer Aktion ein wenig Wärme zu vermitteln.

Wir wollen weder den Zug noch die Fracht loben, weil wir der Meinung sind, dass sie Teil desselben unterdrückerischen und zerstörerischen industriellen Systems sind. Wir sagen letztendlich, dass es keine Rolle spielt, ob Atommüll und Rüstungsgüter per Zug oder LKW transportiert werden, denn dieses System funktioniert nur über die Warenströme. Und die Verwüstung, die eine Bahninfrastruktur verursacht, ist nicht weniger groß als die einer Autobahn. Die nächsten Baustellen der Hochgeschwindigkeitsstrecke Bordeaux-Toulouse werden uns dies deutlich vor Augen führen.

Mut für diejenigen, die Widerstand leisten

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français][in English]

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Die Tage gegen Lafarge und die Welt des Betons weitergehen ganz gut https://attaque.noblogs.org/post/2023/12/30/die-tage-gegen-lafarge-und-die-welt-des-betons-weitergehen-ganz-gut/ Sat, 30 Dec 2023 17:00:40 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=53800 Continuer la lecture ]]> Die zusammengerollt Igels bekenenn sich zu die Stilllegung des Zementwerks in Corseul (Côtes-d’Armor).

Wir bekennen uns zu der Aktion, das Zementwerk in Corseul am Freitag, den 8. Dezember 2023, zu entwaffnen.
Wir, Igel, sind in das Kraftwerk eingedrungen, haben einige Kabel angeknabbert und unseren Weg mit Farbe markiert.

Dieser Akt war in erster Linie ein Akt der Selbstverteidigung gegen einen gemeinsamen Feind, Lafarge-Holcim.
Um uns zu schützen, um dieses Monster aufzuhalten, das unsere Böden tötet und unsere Lebensräume zerstört,
Um unsere Küsten zu schützen, ihren Sand und ihre Böden, die verwüstet werden, um das Monster zu ernähren.
Um das Wasser zu schützen, das es in immer größeren Mengen verschlingt und das Wasser, das es nicht trinkt, verunreinigt.
Um Sie, die menschlichen Lebewesen, vor seiner zerstörerischen Kraft und seinen schlechten Allianzen zu schützen.

Wir teilen uns die gleiche Welt, die Welt, die Lafarge und seine Partner für ihre egoistischen Profite zu zerstören versuchen. Wir sind es uns schuldig, diese Welt gemeinsam zu schützen.

Das ist unsere Pflicht. In freundschaftlicher Verbundenheit, Die Igel in der Kugel Wir sind die Natur, die sich verteidigt.

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Das Kollektiv der „ökoterroristischen“ Weihnachtswichtel besuchte den Lafarge-Steinbruch in Sillans (Isère).

Das Kollektiv der „ökoterroristischen“ Weihnachtswichtel wollte Lafarge-Holcim ein antikapitalistisches Geschenk für seine „guten Taten“ zugunsten der Umwelt und der Menschenrechte machen.

Mit dem Kauf des Steinbruchs Sillans in der Region Isère und von 24 Betonzentralen in der Region Rhône-Alpes behauptete das Unternehmen Lafarge-Holcim, sich „entschieden für den kohlenstoffarmen Übergang des Bausektors und die Kreislaufwirtschaft“ (1) einzusetzen, um es zu zitieren. Wir müssen ihr gebührend für ihr Greenwashing danken, eine Aktivität, in der sie sich auszeichnet und ihre Konkurrenten aus der Zementbranche übertrifft.

Zu diesem Zweck drangen die Kobolde in der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember in den Steinbruch von Sillans und die Granulatfabriken ein, brachten einige Süßigkeiten in die Maschinen des Steinbruchs und vergnügten sich auf den Förderbändern für den Schutt. Sie gingen und hinterließen im Steinbruch und auf der Brücke der angrenzenden Schnellstraße einige Botschaften mit guten Wünschen „Lafarge, Less Béton“, „No Macadam“…

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Durchsetzung einer Abrüstungsaktion gegen Lafarge – Holcim an ihrem Standort bei E. Bühler & Söhne in Marin-Epagnier (Schweiz)

In der Schweiz krallte sich die Flip-Flop-Gang an den Baumaschinen des Unternehmens E. Bühler, die von Lafarge betrieben wird.

Mission „In den Tanks: Der Strand“.

Im Rahmen der von Les Soulments de la Terre initiierten internationalen Aktionstage gegen Beton beschlossen wir, den regionalen Marktführer anzusprechen, der hinter zahlreichen Betonbauten steht: E. Lafarge. Bühler & Fils in Marin-Epagnier (Neuchâtel, Schweiz). Ihre riesige Kiesgrube, die von Lafarge-Holcim betrieben wird, baut den Hauptbestandteil von Beton ab und bereitet ihn auf: das Granulat. Indem wir ihre Werkzeuge lahmlegen, die das erste Glied in der Kette der Künstlichkeit versorgen, hoffen wir, Auswirkungen auf den gesamten Rest des Prozesses zu haben.

Sandkörner in der Maschine

Aus diesem Anlass und in Anbetracht der Situation erschien es uns sinnvoller, einer direkten, diskreten und gezielten Abrüstungsaktion den Vorzug vor einer harmlosen symbolischen Aktion zu geben. Wir machten also einen kleinen nächtlichen Service für die vielen Maschinen, die sich auf dem Gelände befanden: Wir boten ihnen unter anderem etwas feines Schleifmittel in ihren Öl- und Kraftstofftanks an. Wir benutzten auch selbstgebaute Fettpressen mit 1/4 des Schleifmittels, um verschiedenen kritischen Schmierpunkten einen kleinen Schub zu geben. Dieser kleine Ausflug fand einige Tage vor den Aktionstagen statt, damit sich die Substanzen in den Motorblöcken und Gelenken dieser großen Monster so gut wie möglich entfalten konnten. Wir waren voller Freude, dass wir diese defensive Geste durchführen konnten, da wir wussten, dass diese Maschinen die Waffen der Zerstörer sind, mit denen sie jeden Tag die Möglichkeit des Lebens auf der Erde angreifen. Es ist an der Zeit, dass sich die Aktivisten, die sich bereit fühlen, organisieren, um mit dem Zurückschlagen zu beginnen. Jede Maschine und jede Infrastruktur, die natürliche Ökosysteme auf die eine oder andere Weise in tote Produkte umwandelt, verdient es, unschädlich gemacht zu werden.

Möge die Dunkelheit unser Komplize in unseren zukünftigen Kämpfen sein!

Lafarge in der Schweiz

Und ansonsten, was das „kleine“ „Familienunternehmen“ E. Bühler & Söhne erfuhren wir, dass es in mehr als anderthalb Jahrhunderten stark gewachsen ist. So gut, dass es nun einen großen Platz in der französischsprachigen Schweiz einnimmt: einen Platz, der groß genug ist, um den Riesen Lafarge-Holcim dazu zu bringen, sie aufzukaufen. Das Geschäft der Gegend besteht darin, den Neuenburgersee von Sand und Kies zu befreien, um dann das Land mit Gebäuden und Straßen zu versiegeln. Zur Erinnerung: Lafarge-Holcim ist nach wie vor das umweltschädlichste Unternehmen des Landes. Es gibt unzählige Skandale, die diese Klimakriminellen begangen haben, und hinter ihren schmutzigen Pfoten herziehen. Dazu gehören die Finanzierung vom IS und verschiedene Fälle von Wasserverschmutzung und Störungen der öffentlichen Gesundheit. Ihr Geschäft bringt uns um und die Politiker lassen sie ungestraft weitermachen. Lafarge-Holcim ist gerade dabei, den Wald auf dem Hügel Mormont (1312 Eclépens, Schweiz) abzuholzen, um seinen Steinbruch zu vergrößern. Holcim(-tière) ekelt uns an!

Mit dieser Geste möchten wir unsere Unterstützung für alle Gefährt*innen in der Schweiz, in Frankreich, in Griechenland und anderswo auf der Welt zeigen, die sich gegen die Klimaverbrecher wehren. Und natürlich schicken wir süße Grüße an allen Betroffenen der Repression bezüglich der Aktion in Bouc-Bel-Air, an Jeremy und alle anderen, die unter der gerichtlichen und physischen Gewalt der mitschuldigen Staaten leiden.

Von der Flip-Flop-Gang

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Genf (Schweiz) : Aktion gegen Lafarge-Holcim

Dies ist das Kommuniqué einer Aktion, die in Genf im Rahmen der internationalen Aktionstage gegen Lafarge Holcim und die Welt des Betons stattfand, die von den Aufständen der Erde ausgerufen wurden. […]

Holcim ist das Schweizer Unternehmen mit der größten Umweltverschmutzung. Es richtet auf der ganzen Welt verheerende Schäden an. Der Widerstand gegen Holcim ist zu einem Symbol des ökologischen Kampfes geworden, da dieses Unternehmen den Planeten und alles Lebende zerstört. Erinnern wir uns daran, dass Lafarge Holcim auch ein Symbol für die Nachgiebigkeit der Regierungen gegenüber dem Missbrauch des Arbeitsrechts ist. Es ist notwendig, Lafarge Holcim anzugreifen, wo immer es möglich ist, angefangen in der Schweiz.

n der Schweiz verschaffte bereits 2020 die ZAD de la Colline der Gegnerschaft gegen den Betonmischer und Zerstörer Holcim mehr Sichtbarkeit. Im Jahr 2023 schloss sich der Widerstand gegen Holcim in Genf zusammen, um Jérémy* zu unterstützen, der drei Monate im Gefängnis saß, weil er zwei Dienstwagen von Holcim in Brand gesetzt haben soll…

Am 10. Dezember haben wir uns als kleine Gruppe von 50 Personen zusammen getan, um weiterhin den mörderischen Giganten Holcim anzuprangern. Wir haben das Gelände in Vernier mit Slogans besprüht und Transparente entrollt, um daran zu erinnern, dass Holcim und der Kapitalismus töten.

[…]

Update vom 15. Dezember: Hier das Video.

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Die Welle von Aktionen gegen Lafarge und die Betonwelt ist in vollem Gange!

Auszüge aus Expansive / Sonntag, 10. Dezember 2023

Seit zwei Tagen ist die Aktionskampagne gegen Lafarge und die Betonwelt, zu der mehr als 200 lokale Organisationen und Kämpfe aufgerufen haben, in vollem Gange. Von Toulouse bis Brüssel, von Corseul bis Marseille, über Saint Barthélémy d’Anjou oder Héricourt richten sich zahlreiche Aktionen gegen diese Unternehmen, deren Profite auf der Fortführung der Umweltzerstörung beruhen.

[…] Im Forez, in Straßburg, Belfort, Le Teil, Paris oder im Anjou versammeln sich Menschenmassen jeden Alters vor den Toren, Transparente hängen an Silos oder eine Mauer aus Lehm wird vor einem Betonwerk errichtet. In Lyon wurden während des Lichterfests unter anderem die Brücken mit einem „Lafarge + Daesh = Herz“ beleuchtet. Am Samstag gelang es dem Kampf gegen die A69, fast 2000 Menschen zu mobilisieren, auf das Gelände einer zukünftigen Bitumenfabrik einzudringen, die für die Autobahnbaustelle genutzt werden soll, und sie zu entwaffnen!

Anderswo griffen lokale Kämpfe diese Aktionskampagne auf: In Doulon (Nantes) wurde ein Gerüst von Traktoren auf von der künstlichen Nutzung bedrohtes Gemüseanbaugebiet gebracht, während sich die Demonstranten in der Region Nouvelle-Aquitaine zu einem Steinbruch begaben, der mit dem Projekt der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Verbindung steht. In Val de Reuil im Departement Eure drangen am Sonntag 200 Personen überraschend in ein Lafarge-Betonwerk ein und legten es vor einer polizeilichen Auflösungsaktion still. Die Demonstranten suchten Zuflucht im Wald von Bord, der derzeit von einer geplanten Autobahnumgehung bedroht wird. In der Zwischenzeit haben Dutzende andere mit Tiermasken die Fassade eines Lafarge-Werks mitten in Paris dem Erdboden gleichgemacht und es für einen Geburtstagssnack zum einjährigen Jubiläum der Stilllegung der Zementfabrik in Bouc Bel Air, einer der 50 umweltschädlichsten Anlagen des Landes, besetzt.

Manchmal, wie in der Bretagne, in Saint Egrève, in Bouguenais, in der Schweiz … wurden Betonkraftwerke nachts besucht, neu gestrichen und von Igeln mit Kugeln, Ökoterroristen-Kobolden, einem Pom-Pot-Kommando oder einer Flip-Flop-Gang mithilfe von expandierendem Schaum, kleinen Umstandswerkzeugen oder Sand in den Tanks entwaffnet. Man kann die Mitteilung aus Corseul (22) zitieren: „Wir, Igel, sind in das Kraftwerk eingedrungen und haben einige Kabel angeknabbert,(…). Diese Tat ist in erster Linie ein Akt der Selbstverteidigung gegen einen gemeinsamen Feind, Lafarge-Holcim“.

Sie haben hier einen schnellen ersten Überblick über das, was am Wochenende passiert ist und in den nächsten Tagen weitergeht. […] Ausführliche Berichte und Fotos von allen Aktionen sind unter https://journeescontrelebeton.noblogs.org verfügbar. […]

Ein Jahr nach dem Aufsehen erregenden Einbruch in die Zementfabrik in Marseille und dem Versuch von Lafarge und der Antiterrorpolizei, den Widerstand gegen die Betonindustrie zu ersticken, hat sich der Kampf offensichtlich vervielfacht. Im Rahmen dieser Mobilisierungen wurden übrigens zahlreiche Unterstützungsbotschaften an die von den Ermittlern angeklagten Personen gerichtet. Angesichts der galoppierenden künstlichen Landnutzung und des kritischen Einflusses dieser Industrien auf die globale Erwärmung wurde das Anvisieren von Beton- und Asphaltstätten an diesem Wochenende zu einem heilsamen sechseckigen Sportereignis. Man munkelt sogar, dass man davon spricht, sie bei den nächsten Olympischen Spielen anzumelden.

Angesichts der kriminellen Vereinigung von Lafarge und der Regierung ist es kein Terrorismus, sie zu stoppen, sondern ein Akt des Widerstands, der sich ausbreitet. Wie die Besetzer der Lafarge-Fabriken im Hafen von Gennevilliers im Juni 2021 aufgerufen hatten: „Lafarge und seine Komplizen haben kein Verständnis für den Zorn der Generationen, die sie ohne Zukunft in einer von ihren Schandtaten verwüsteten Welt zurücklassen. Ihre Silos und Knetmaschinen sind Waffen, die uns töten. Sie werden nicht aufhören, wenn wir sie nicht dazu zwingen. Daher werden wir den Abbau dieser Infrastruktur der Katastrophe selbst fortsetzen. Wir rufen alle, die sich für das Land erheben, dazu auf, den Beton zu besetzen, zu blockieren und zu entwaffnen.“

Der Aufruf zum Handeln läuft noch bis Dienstag. Wir laden Sie dazu ein, sich den Aktionen in Ihrer Umgebung anzuschließen.

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„LA  COP33″ bekennt sich zu Aktionen gegen vier Lafarge-Standorte in der Umgebung von Bordeaux

Guten Tag!

Wir sind L’Association Contre l’Ouverture des Portails en Gironde (LA COP33) (Verein gegen die Öffnung der Portale in der Gironde).

Am Donnerstagabend haben wir die Eingangstore von vier Lafarge-Standorten in der Umgebung von Bordeaux neu gestrichen und sabotiert.

Wir folgen damit dem Aufruf der Soulments de La Terre zu Aktionstagen gegen Lafarge und die Welt des Betons, und wie in allen Metropolen bleibt auch die Region Bordeaux nicht von ihren Verwüstungen verschont…

Seit Jahrzehnten dient Beton dazu, die städtische Umwelt zu formen, um den Kontrollwahn der Machthaber zu erfüllen: die Verkehrsströme verflüssigen, die Städte keimfrei machen, die Körper regieren und die Geister disziplinieren… Dieser Wahn verkörpert sich seit Jahrzehnten in großen Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten, von denen das eine mehr Beton verbraucht als das andere. In Bordeaux wurden ganze Stadtviertel wie in Bègles oder Belcier zerstört, um dort neue, sicherheitsorientierte Eco-Quartiere zu errichten. Der Liebling der Region ist das berühmte Euratlantique-Projekt, das Bordeaux auf die Landkarte der großen europäischen Metropolen setzen soll, die für die grauesten Seelen unserer Zeit attraktiv und trendy sind. In den letzten Jahren wurde auch das Projekt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Bordeaux-Toulouse-Dax wieder aus der Schublade geholt, das von den Ideologen der Dynamik und der Hochgeschwindigkeit vorangetrieben wird und große Teile des Südwestens mit Schienen und – wie immer bei solchen Projekten – natürlich mit Beton zerschneiden wird.

Wir fühlten uns von diesem Aufruf sehr angesprochen, zumal er auf den größten Feind abzielte: Lafarge. Das Unternehmen, das für den Großteil der weltweiten Betonproduktion und die damit verbundene Zerstörung von Lebewesen verantwortlich ist. Das Unternehmen, das Daesh finanzierte, mit den Geheimdiensten kuschelte und jeden, der im Dezember letzten Jahres die Frechheit besaß, es auch nur ein bisschen konsequent anzugreifen, als Terroristen behandelte. Das Unternehmen, das wie alle anderen seiner Art überausgebeutete Arbeiterinnen und Arbeiter am Arbeitsplatz verrecken lässt, wie den Auslieferungsfahrer, der letzte Woche in Port-la-Nouvelle unter Schutt begraben wurde.

Da wir uns eine so gute Gelegenheit nicht entgehen lassen können, gegen das vorzugehen, was uns umbringt, haben wir beschlossen, aktiv zu werden und die Betonlieferungen auf den Baustellen in der Region zu stoppen. Um zu verhindern, dass die mit ihrer ekelerregenden Substanz gefüllten Lkw-Trommeln die Produktionsstätten verlassen, blockierten wir die Tore der Standorte Cabanac, Blanquefort, Villenave d’Ornon und Libourne mit allen möglichen Mitteln: Einbetonieren von Ketten (zurück an den Absender), die am Tor hingen, Kaltschweißen zwischen den Scharnieren, Expansionsschaum in den Mechanismen, Klebstoff in allen Schlössern und natürlich Neugestaltung des Eingangsbereichs der Baustelle. Am nächsten Morgen verzögerten sich die Lieferungen wohl ein wenig…

Wir freuen uns, dass Lafarge und seine Kumpels in der Gironde (in Lormont, Saint-Michel-de-Rieufret, Porchéres, Montpouillan) und überall in Frankreich einen hohen Preis zahlen müssen, und wir hoffen, dass dies auch in den nächsten Tagen und Monaten so bleibt!

Das nächste Mal werden wir nicht vor dem Tor Halt machen!

Kraft für die Angeklagten in Bouc-Bel-Air und für alle, die sich erheben!

LA  COP33

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[BETONTAGE] ABRÜSTUNG – ZEMENTWERK OVERIJSE

Stuut / Dienstag, 12. Dezember 2023

ÜBER DAS EINDRINGEN BEI HOLCIM OVERIJSE

In der Nacht von Freitag, den 8. auf Samstag, den 9. Dezember 2023 drangen wir in das Gelände der Zementfabrik in Overijse ein, als ersten Angriff auf die Schuldigen an der Zerstörung des Lebens. Wir zielten materiell auf die Infrastruktur des Geländes und die Transportmittel für Materialien ab und hinterließen eine Vielzahl kreativer Botschaften. Wir mussten nicht einmal einbrechen. Die Zerstörer sind so sicher, dass sie ihre Türen offen lassen. Das war eine Aufwärmrunde. Wir rufen zu Besetzungs-, Blockade- und Entwaffnungsaktionen überall dort auf, wo der Müll aktiv an der Zerstörung dessen teilnimmt, was noch zu retten ist.

Lafarge-Holcim ist der größte Betonmischer der Welt. Neben der Verurteilung wegen der Finanzierung von Daesh, um ihre Betriebe in Syrien aufrechtzuerhalten, und der Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, liebt es der Konzern, sich mit seinem Umweltengagement zu brüsten. Bis vor kurzem war auf einem Banner, das am Standort Overijse aufgehängt war, zu lesen: „Building progress for people and the planet“. Das Greenwashing geht sogar noch weiter: Die belgische Tochtergesellschaft des Konzerns hat sich kürzlich mit Total zusammengetan, um einen großen Plan für den Energiewandel zu entwerfen und das erste „kohlenstofffreie“ Zementwerk zu entwickeln, das mit Wasserstoff betrieben wird, dem neuen Lockvogel der Ökologie.

Wir lassen uns nicht täuschen. Das Land wird weiterhin von diesen ökozidalen Monstern geschluckt und asphaltiert. Holcim kauft Land auf, zerstört dort die Artenvielfalt, um neue Steinbrüche zu bauen, wie in Dinant. Holcim schließt sich mit Fluxys für dessen abscheuliches Projekt einer CO2-Gaspipeline unter der Nordsee zusammen. Holcim brüstet sich mit der Beteiligung an nutzlosen Großprojekten wie dem Bau von Riesenparkplätzen für ein Casino in Middelkerke.

Wir wollen nicht länger, dass das letzte noch existierende Land zum Betonimperium wird. Wir wollen nicht, dass unsere Städte weiterhin deren Hauptstädte sind.

Aus all diesen Gründen und angesichts der kapitalistischen Unternehmen, die unsere Umwelt verwüsten, waren wir der Meinung, dass es an der Zeit war, zu handeln. Die Schuldigen ins Visier zu nehmen. Ihnen klarzumachen, dass wir uns trotzdem im Krieg befinden, auch wenn sie meinen, dass sie sich nicht im Krieg befinden.

Wir rufen alle organisierten politischen Gruppen und nicht organisierten Freundeskreise dazu auf, sich wie wir zu versammeln und wie wir und andere zu handeln.

UNTERSTÜTZUNG FÜR UNSERE GENOSSINNEN UND GENOSSEN, DIE VOR EINEM JAHR IM FALL DER ZEMENTFABRIK LAFARGE IN BOUC-BEL-AIR ANGEKLAGT WURDEN.

 

Es gibt ein Video dieser Aktion,Sie kennen es sehen auf Stuut oder Peertube.

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français]

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Toulouse und Altkirch (Oberrhein): Gegen Lafarge und die Welt des Betons, noch einmal https://attaque.noblogs.org/post/2023/12/30/toulouse-und-altkirch-oberrhein-gegen-lafarge-und-die-welt-des-betons-noch-einmal/ Sat, 30 Dec 2023 16:55:41 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=53796 Continuer la lecture ]]> In Altkirch (Oberrhein)

Tage gegen Lafarge und die Welt des Betons / s.d.

Am Samstag, dem 16. Dezember, sind wir in die Zementfabrik in Altkirch eingedrungen und haben sie vorübergehend stillgelegt!

Dies ist unsere Form, den einjährigen Jahrestag der Aktion gegen die Lafarge-Zementfabrik in Bouc-Bel-Air zu feiern. Unsere Aktion versteht sich als Teil der Unterstützung bezüglich der Anklageerhebung in demselben Fall und der Aktionskampagne der Tage gegen Beton vom 9. bis 12. Dezember.

Der Konzern Lafarge/Holcim ist nicht nur an der laufenden ökologischen Umwälzung, der Wasserverschmutzung und der künstlichen Bodenbearbeitung beteiligt, sondern wurde auch wegen seiner Finanzierung des Islamischen Staates in Syrien verurteilt. Darüber hinaus ist die Betonproduktion für 8 % der CO2-Emissionen Frankreichs verantwortlich.

Im vergangenen Jahr hatten 200 Personen die Anlage in Bouc-Bel-Air im Departement Bouches du Rhône gestürmt und entwaffnet, was unsere Silvesterabende erhellte.
Um ähnliche Gefühle zu dämpfen, ließ der Staat die Ermittlungen von der Antiterrordirektion durchführen, die schon bald zwei Wellen von Verhaftungen durchführte. Von den 31 Personen, die 96 Stunden in Gewahrsam genommen wurden, sind zwei derzeit angeklagt.

Wir haben uns für den Standort Altkirch entschieden.
Diese Zementfabrik liefert Beton für den Grand-Paris und trägt damit zur weiteren künstlichen Bebauung der Île-de-France bei. Aber sie muss auch die Betonwerke von Stocamine in Wittelsheim beliefern, um die Stollen dieser Mine unter 130.000 Kubikmetern Beton zu ertränken – während sich dort immer noch 42.000 Tonnen Giftmüll befinden. Diese Abfälle stellen eine ernste Gefahr für die Verschmutzung des rheinischen Grundwassers dar, des größten Grundwasservorkommens in Europa, über dem sieben Millionen Menschen leben.

Wir bekräftigen, dass diese Abfälle ohne weitere Verzögerung entsorgt werden müssen!

Es ist nicht hinnehmbar, dass Unternehmen immer noch auf der Verwüstung von Lebewesen, unseres Lebensraums und der Gefährdung unseres lebenswichtigsten Gutes, des Wassers, gedeihen können. Wir senden damit eine Botschaft an die Betonierer der Region, an Projektbetreiber und andere Unternehmer, die unser Ökosystem verderben: Vinci, Bouygues, Lingenheld, Lithium de France, wir werden euch nicht vergessen.

 

Reporterre / Montag, 18. Dezember 2023

Am späten Samstagnachmittag, den 16. Dezember, drangen etwa 30 Umweltaktivisten kurzzeitig auf das Gelände der Zementfabrik Holcim, die zur Lafarge-Gruppe gehört, in Altkirch im Département Haut-Rhin ein. Die maskierten und weiß gekleideten Aktivisten zerschnitten den Zaun neben dem Tor, bevor sie sich auf dem Gelände ausbreiteten, wo sie Fahrzeuge, Fensterscheiben und Rohrleitungen beschädigten. Nicht weit entfernt kletterte eine kleine Gruppe in Schwarz eine Ziegelsteinrampe mit Blick auf die Stadt hinauf, um dort ein Transparent mit der Aufschrift „Lafarge crapule“ (Lafarge ist ein Schurke) zu entfalten.

Diese Aktion, die laut den Aktivisten aus „Sicherheitsgründen“ verschoben wurde, ist eine Fortsetzung der Aktionen, die am 9. und 10. Dezember überall in Frankreich durchgeführt wurden. Eine Aktion gegen Beton, der „umweltschädlich“ ist, die Böden künstlich bebaut und „ein Rädchen im Getriebe des kapitalistischen Produktionssystems“ ist.

„Wir wollen hier ein ökozidales Produktionswerkzeug angreifen“, erklärt Jules [*], Mitglied dieses Aktivistenkollektivs, das für diesen Anlass gegründet wurde und sich keinen Namen geben möchte.

Als die Aktivisten einige Minuten nach ihrer Ankunft von der Gendarmerie entdeckt wurden, als sie versuchten, eine zweite Öffnung in das Gelände zu schlagen, flüchteten sie zurück zum Eingang, wo es zu einer Auseinandersetzung mit den Sicherheitskräften kam, bei der laut Bürgermeister Nicolas Jander „eine Gendarmeriebeamtin […] einen Schulterbruch“ erlitt. In geschlossenen Reihen verließ die Gruppe sofort den Ort des Geschehens, ohne dass es zu einer Festnahme kam. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und der Gendarmeriebrigade in Altkirch anvertraut.

 

In Toulouse

Tage gegen Lafarge und die Welt des Betons / s.d.

Operation Strafende Ökologie

In der Nähe des Sees von Sesquières spielen auf der einen Seite des Ufers die Kinder, auf der anderen Seite ist der Tod aktiv. Beton nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr Platz ein und der Asphalt fließt unaufhörlich um uns herum. Extinction Rebellion Toulouse ist sich dessen bewusst, da das Kollektiv bereits gegen das tödliche Projekt der Autobahn A69 mobil macht. Der Asphalt breitet sich wie eine Krankheit in unserem Leben aus. Gefangen in der Falle, ohne angesichts dieses teuflischen Tauschgeschäfts zwischen Natur und Beton auch nur ein Wort sagen zu können, ersticken wir. Wir haben keine andere Wahl, als uns zu wehren.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 15. Dezember, nahmen Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion Toulouse an einer Aktion gegen eine Fabrik des Lafarge-Holcim-Konzerns teil, als Antwort auf den Aufruf der Soulments de la Terre contre le monde du béton (Aufstände der Erde gegen die Betonwelt) vom 9. bis 12. Dezember 2023. Wir haben uns nicht im Datum geirrt, wir werden ihnen einfach keine Ruhepause gönnen. Die Rebellen sorgten für Gerechtigkeit, indem sie die Reifen aufschlitzten und die Windschutzscheiben von einem Dutzend LKWs des Zementherstellers zerschlugen. Die Baustelle wurde außerdem mit verschiedenen Botschaften geschmückt, wie z. B. „Less Beton“, „No Macadam“ oder „Pompes funèbres Lafarge, ici on enterrest le vivant“.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war in der Nähe von Marseille, am Standort Bouc-Bel-Air, eine Lafarge-Fabrik ins Visier genommen worden, um die Vision der großen Betonbauer dieser Welt anzuprangern. Im Anschluss an diese Entwaffnungsaktion wurden unsere Gefhärt*innen von einer repressiven Verfolgung heimgesucht. Ermittlungen, Hausdurchsuchungen und 96 Stunden Polizeigewahrsam wurden von der Anti-Terrorismus-Unterabteilung der Polizei (SDAT) durchgeführt, die den Fall an sich zog. Ein Unding, wenn man bedenkt, dass Lafarge sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt hat, die Terrorgruppe Daesh in Syrien finanziert zu haben. Hier sind wir in der kapitalistischen Dystopie, in der die Verteidiger des Lebens härter bestraft werden als die Komplizen des Terrorismus.

Aus Solidarität mit unseren Gefährt*innen haben wir beschlossen, ein Zeichen zu setzen und Lafarge zum Geburtstag zu gratulieren, denn raten Sie mal: Wir wollen den Beton immer noch nicht! Betonmischer ziehen durch die Straßen und bedecken die Wege. Es sind ebenso viele Lafarge, Denjean, Vinci oder NGE, die unser Land verwüsten, ihre Weltanschauung auf Kosten der Demokratie durchsetzen und unsere Zukunft gefährden, um finanziellen Interessen zu entsprechen. Angesichts dieser Ungerechtigkeiten sollten Sie wissen, dass wir uns hinter jedem Baum, jedem Wald, hinter jedem Ihrer Projekte verstecken und niemals aufgeben werden. Wir werden uns selbst in Ihren Leichenhallen Gehör verschaffen. Wir sind widerstandsfähiger als Beton.

Werter Lafarge Holcim, noch einmal alles Gute zum Geburtstag und vielleicht bis zum nächsten Jahr 😉.

Liebe und Wut

 

aus France Info / Dienstag, 19. Dezember 2023

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 15. Dezember, führten Mitglieder der Gruppe Extinction Rebellion eine Aktion gegen eine Fabrik des Lafarge-Holcim-Konzerns in Toulouse (Haute-Garonne) durch. Sie folgten damit dem Aufruf der Soulments de la Terre gegen die Welt des Betons vom 9. bis 12. Dezember 2023.
„NGE. Desarmons les tous“ (Entwaffnen wir sie alle). „Strafende Ökologie.“ [„Lafarge Terrorist“] „Staat als Komplize“. Die Aufschriften wurden mit roter Sprühfarbe auf die Betonmischer-LKWs und die Gebäude auf dem Gelände gesprüht. Die Reifen der Fahrzeuge wurden durchstochen und die Windschutzscheiben zerstört.
[…]

NdAtt. : ein Video [auf Französisch] finden Sie hier.

 

 

Übersetzung von: Switch Off

[en français]

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Sassenage: Wir haben beschlossen, die Produktion des Vicat-Zementwerks zu stoppen https://attaque.noblogs.org/post/2023/12/14/sassenage-wir-haben-beschlossen-die-produktion-des-vicat-zementwerks-zu-stoppen/ Thu, 14 Dec 2023 18:20:43 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=53577 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember haben wir im Rahmen der Aktionstage gegen Lafarge und die Betonindustrie beschlossen, die Produktion des Vicat-Zementwerks in Saint Egrève zu stoppen.

Wenn wir mit dieser Aktion die gesamte Betonindustrie angreifen, ist die Wahl des Vicat-Konzerns kein Zufall. Weit entfernt von dem Image eines kleinen lokalen Unternehmens, das er zu fördern versucht, ist Vicat ein Betonriese, der jedes Jahr fast 23 Millionen Tonnen Material herstellt und einen Umsatz von mehr als 3 Milliarden Euro erzielt. Der Konzern hat weltweit ein Dutzend Tochtergesellschaften, darunter auch in Westafrika, wo er in einer dramatischen neokolonialen Logik Wasser und Luft massiv verschmutzt.

Der Konzern versucht, umweltfreundliche Absichten vorzutäuschen, indem er zum Beispiel den Transport der Rohstoffe mit der Seilbahn vom Standort Saint-Egrève – hergestellt von POMA, dem Totengräber der Atomenergie in Bure – hervorhebt. Dennoch gehören seine Aktivitäten mit 20 Megatonnen CO2 pro Jahr, die in die Atmosphäre freigesetzt werden, nach wie vor zu den emissionsintensivsten der Welt, und er hat seine Emissionen in den letzten Jahren trotz seiner Versprechen nicht verringert. Abgesehen von diesen Emissionen trägt das Unternehmen auch auf andere Weise zur Zerstörung des Lebens bei. Nach dem Verkauf von Beton für den Bau des EPR und der Beteiligung an der Bodenbearbeitung im Rahmen des Grand Paris hat der Konzern kürzlich das Transportunternehmen SATM erworben, um direkt an der abstrusen Baustelle Lyon-Turin teilnehmen zu können.

Im Jahr 2022 hatte Guy Sidos, CEO des Konzerns, im Sender France Bleu Isère die Gelegenheit, für seine Greenwashing-Operationen zu werben. Damals erklärte er in einer ebenso akrobatischen wie unehrlichen Stilübung: „Wissen Sie, man wird einem Maler nicht die Produktion seines Gemäldes vorwerfen. Man wird auch nicht den Herstellern von Materialien die Verwendung dieser Materialien vorwerfen.“ Hier scheint es, als sei Vicat sowohl Farbenhersteller als auch Maler, und das Bild ist morbide.

Wenn wir noch mehr sagen müssten, würden wir hinzufügen, dass die Geschichte der Familien Vicat und Sidos, die an der Spitze des Konzerns stehen, die Geschichte der Schande der Kollaboration und des Faschismus ist. So wie Joseph Merceron-Vicat, der zu Gefängnis und nationaler Unwürdigkeit verurteilt wurde, nachdem er dazu beigetragen hatte, Bunker für das Dritte Reich zu bauen, oder in jüngerer Zeit Pierre Sidos, Antisemit, notorischer Petainist und Gründer des Oeuvre Française.

Angesichts der kapitalistischen Unternehmen, die Menschen ausbeuten, und angesichts der ökozidalen Industrien, angesichts des bürgerlichen Staates und seiner Justiz, die unsere Kameraden kriminalisiert, werden wir unseren Kampf in Wort und Tat fortsetzen.

Bedingungslose Unterstützung für unsere Kameraden in Bouc-bel-air!

Kommando Apfel-Pfote

 

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Auszug aus Place Gre’net, Dienstag 5. Dezember 2023

Die Forderung stammt von einem mysteriösen „Commando pomme-pote“ (Kommando Apfel-Pfote). „In der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember haben wir im Rahmen der Aktionstage gegen Lafarge und die Welt des Betons beschlossen zu handeln, um die Produktion des Vicat-Zementwerks in Saint-Égrève zu stoppen“, so das Kollektiv, das in einer Erklärung, die Place Gre’net am Abend des 4. Dezember 2023 vorlag, eine „Sabotageaktion“ auf dem Gelände des Zementherstellers aus dem Departement Isère beansprucht.

Der Vicat-Konzern, der am Dienstag, den 5. Dezember, kontaktiert wurde, bestätigte dies jedoch nicht und dementierte sogar die Fakten. Das Unternehmen versichert, dass es sich keiner Sabotageakte gegen seine Aktivitäten bewusst sei, weder in Saint-Égrève noch anderswo. Es sei auch keine Anzeige bei der Gendarmerie erstattet worden.
Die Aktivisten gaben jedoch am Dienstagnachmittag einige Erklärungen ab: „Die Aktion bestand in der Sabotage eines Gebäudes im Steinbruch von Sassenage. Dieses dient als Trichter, um ein Förderband zu versorgen, das das Material bis zur Seilbahn führt, die dann den unteren Teil des Geländes in der Gemeinde Saint-Egrève versorgt. Wir haben unsererseits die elektrischen Anlagen dieses Gebäudes sowie den Motor eines Förderbandes unbrauchbar gemacht“, berichten sie im Detail.

 

Übersetzung gefunden auf Switch off

[en français][in English]

 

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Firminy (Loire) und Ancizes-Comps (Puy-de-Dôme): Doppelangriff auf die Stahlwerke Aubert und Duval, Zulieferer der Kriegsindustrie https://attaque.noblogs.org/post/2023/12/07/firminy-loire-und-ancizes-comps-puy-de-dome-doppelangriff-auf-die-stahlwerke-aubert-und-duval-zulieferer-der-kriegsindustrie/ Thu, 07 Dec 2023 18:55:25 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=53435 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 19. auf den 20. November haben wir die Stromversorgung zweier Produktionsstandorte der Aubert- und Duval-Gruppe angegriffen:
In Firminy haben wir einen Mast der 220-kV-Leitung um gesägt, die den Standort versorgt. Er fiel nur teilweise.
In Ancizes-Comps haben wir auch eine 220-kV-Leitung in Brand gesteckt, bei der die Hochspannungskabel unter die Erde verlegt wurden. Wir konnten gefahrlos an den Fuß der Schächte herangehen und unsere Vorrichtungen dort platzieren.

Das Unternehmen Aubert et Duval ist ein zentrales Rädchen der französischen Militärindustrie. Es liefert Teile für U-Boote der Naval Group sowie für die Kernkraftwerke Dassault Rafales und Framatom.

Unsere Aktion steht im Einklang mit dem internationalen Aufruf zu einer Aktionswoche gegen alle Kriege vom 17. bis 25. November 2023, der Anfang November (Vorsicht, es ist etwas spät…) auf Iaata.info veröffentlicht wurde . Wir begrüßen diese Art von Initiative und rufen im Gegenzug dazu auf, die Militärindustrie überall und jederzeit anzugreifen.

Sicher ist, dass unser Ziel, Einfluss auf die Militärindustrie zu nehmen, erreicht wurde. Obwohl wir nicht über die Mittel verfügen, den von uns angerichteten Schaden genau zu kennen, wissen wir, dass diese Branchen wissen, dass sie ins Visier genommen werden, und dass ihre Schwachstellen durch unser Handeln deutlich werden.

„Hinter dem Krieg stehen gewöhnliche Fabriken“

Wie die Parole, das auf dem Gelände einer im März 2023 in Beauchastel niedergebrannten Luftfahrtfabrik hinterlassen wurde, so deutlich unterstreicht, beginnt hier der Krieg, von dem uns den ganzen Tag gesagt wird, dass er aufhören müsse und dass er ungerecht sei; und wird auch dank scheinbar harmloser Geschäfte ermöglicht.

Jeder ist sich bewusst, dass globale Konflikte an Intensität zunehmen. Seit fast zwei Monaten fallen Bomben auf die Bewohner des Gazastreifens, in beispielloser Geschwindigkeit und mit breiter politischer, militärischer und finanzieller Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten sowie der meisten westlichen Länder. Dieselben Leute, die einen Waffenstillstand, die Achtung der Zivilbevölkerung und des Völkerrechts fordern, produzieren die Bomben, die auf eine Weise massakrieren, die sie dort oder anderswo zu verurteilen behaupten, da mehrere Milliarden Menschen in Kriegsgebieten leben; mit dem Schrecken, den es erzeugt und von dem wir wissen: Vergewaltigung, Folter, Zwangsvertreibung usw. Diese Heuchelei würde uns zum Schmunzeln bringen, wenn sie nicht so makaber wäre.

Diese Kriege sind das ganz konkrete Ergebnis eines militärisch-industriellen Komplexes, seiner Fabriken, seiner Labore, seiner Techniker. In Frankreich feiern die acht großen Rüstungskonzerne – Airbus, Arquus, Dassault, MBDA, Naval Group, Nextor, Safran und Thales – ihre Verkaufsrekorde. Rund 4.000 Unternehmen arbeiten für die Verteidigung mit aktiver und dauerhafter Unterstützung des Staates, der ein Budget von 417 Milliarden Euro eingeplant hat, um seine Vernichtungskraft zu steigern und sein Arsenal in die ganze Welt zu exportieren. Todesgeräte, die direkt für Massaker eingesetzt werden, wie es bei den Dassault-Kampfflugzeugen oder den Nexter-Panzern und -Kanonen der Fall ist, die Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate im Jemen einsetzen.

Wir wollen dem nicht gleichgültig bleiben. Wir möchten auch eine Botschaft an die Arbeitnehmer in diesen Branchen senden. Möge unser Handeln sie für eine Weile ihrer Arbeit berauben und sie dazu bringen, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Wir hoffen auch, dass diese Aktionen und die Worte, die wir darüber sagen, dazu beitragen, diese diskretesten Fabriken des Todes sichtbar zu machen.

Ein Gedanke an diejenigen, die für ihre Freiheit kämpfen, an diejenigen, die Unterdrückung konfrontieren.

Lasst uns überall angreifen!

 

Übersetzung gefunden auf de.indymedia.org

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Farbangriffe auf französisches Konsulat in Zürich und Gendarmerie im Elsass https://attaque.noblogs.org/post/2023/11/02/farbangriffe-auf-franzosisches-konsulat-in-zurich-und-gendarmerie-im-elsass/ Thu, 02 Nov 2023 17:52:55 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=52899 Continuer la lecture ]]> Seit Wochen greift der türkische Staat das revolutionäre Projekt Rojava an. Das Militär bombardiert zivile Infrastruktur, um die Bevölkerung zu zermürben.
Auch in Südkurdistan finden Angriffe auf die Stützpunkte der Gerila statt.

Der neuen Eskalation im lang andauernden Krieg wird mit viel Widerstand entgegengetreten. Die Gerila, die YPG / YPJ und die Menschen in Rojava stellen dem türkischen Faschismus ihren Widerstand entgegen.
Der türkische Staat ist nicht die einzige Kriegspartei. Der Westen unterstützt den Nato-Partner Erdogan und auch die Schweiz pflegt politisch und ökonomisch hervorragende Beziehungen zur Türkei.
Auch Frankreich kollaboriert mit dem Erdogan Regime und treibt die Kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbwegung und diejenige von Internationalist:innen, welche sich der Revolution angeschlossen haben, voran.
Ende Oktober stehen 9 internationalistische Genos:innen in Frankreich in einem Anti Terror Prozess vor Gericht. Ihnen wird die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Eine der Anschuldigungen ist, dass sie mit den Genoss:innen der YPG in Rojava für die Revolution gekämpft haben.

Fünf der neun Genoss:innen sassen monatelang in Einzelhaft, als erfolglosen Versuch ihren Widerstand zu brechen.
Mit dem Einfärben der Gendarmerie im Elsass und dem französischen Konsulat senden wir den Genoss:innen in Frankreich und Kurdistan unsere Grüsse. Eure Kämpfe sind unsere Kämpfe!

Der Krieg beginnt hier! Hoch die internationale Solidarität!

Biji berxwedana Rojava!

 

Ursprünglich veröffentlicht auf Barrikade

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Vert-le-Petit : Die Kabel liegen unter den Masten https://attaque.noblogs.org/post/2023/10/06/vert-le-petit-die-kabel-liegen-unter-den-masten/ Fri, 06 Oct 2023 15:59:58 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=52459 Continuer la lecture ]]> Etwa 30 km südlich von Paris, im Département Essonne, in der Gemeinde Vert-le-Petit befindet sich das Centre d’étude du Bouchet, eine Hochburg der Atom- und Rüstungsindustrie.

Hier wurde 1820 die Poudrerie Nationale du Bouchet gegründet, wo während des Ersten Weltkriegs 5.000 Arbeiter enorme Mengen an Pulver und Munition für die Front produzierten.

Von 1920 bis 1940 stellte die Fabrik zwar keine klassische Munition mehr her, richtete aber, mit Blick auf einen drohenden Konflikt, einen Großteil ihrer Aktivitäten auf neue Technologien aus, in dem chemische, biologische und bakteriologische Verfahren zum Einsatz kommen.

1946 wurde ein Teil des Geländes dem Commissariat à l’Energie Atomique (CEA) zugewiesen, das dort bis 1971 die erste französische Anlage zur Erzaufbereitung, Uranraffinierung und -umwandlung sowie Aufbereitung abgebrannter Kernbrennstoffe errichtete und betrieb. Hier wurden im November 1949 durch die Verarbeitung des abgebrannten Brennstoffs des ersten französischen Atommeilers Zoé die ersten Milligramm Plutonium gewonnen, ein wichtiger Schritt für den Bau der französischen Atombombe.

In den 1950er Jahren stieg die Produktion von Uranmetall allmählich an: Von Anfang des Jahres bis Ende September 1952 wurden in der Fabrik in Le Bouchet 51 Tonnen Uranmetall hergestellt. 1956 wurde der Jahreshöchstwert von 500 Tonnen erreicht, in dem Jahr, in dem nur wenige Kilometer entfernt die Anlage des CEA in Bruyères-le-Châtel zur Entwicklung der französischen Atomwaffe gebaut wurde.

In den 1960er Jahren und bis zu ihrer Schließung im Jahr 1971 blieb die CEA-Anlage in Le Bouchet eine Pilotanlage für die Entwicklung neuer chemischer Verfahren zur Uranverarbeitung. Le Bouchet produzierte damals über 4000 Tonnen Uranmetall, insbesondere für Forschungsreaktoren und Natururan-Gasgrafit-Reaktoren.

Später siedelte sich das Zentrum der Direction Générale de l’Armement an, die sich mit der „Verteidigung und dem Schutz gegen Angriffe nuklearer, radiologischer, biologischer und chemischer Art (sog. NRBC)“ befasst und 2013 hier ein Labor des Typs P4 einweihte.

Neben ihnen befinden sich heute das Unternehmen LIVBAG, dessen Haupttätigkeit die Herstellung von Sprengstoffen ist, das Unternehmen ISOCHEM, das auf Feinchemikalien spezialisiert ist, das Unternehmen STRUCTIL (2017 von Hexcel übernommen), das sich auf die Herstellung von Hochleistungsprofilmaterialien für die Luft- und Raumfahrt, die Verteidigung und die Industrie spezialisiert hat, sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das auf Energiematerialien spezialisiert ist und dem Unternehmen ArianeGroup gehört (ein Unternehmen, das u. a. die Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6 sowie die ballistische Rakete M51 herstellt, mit der Atom-U-Boote ausgestattet werden, wobei jede Rakete über eine Sprengkraft verfügt, die dem 1000-fachen Hiroshima entspricht).

In der Nacht von Donnerstag, dem 25. Mai, auf Freitag, dem 26. Mai, griffen wir in einem Versuch, ihre Aktivitäten zu beeinträchtigen, das TEN-Netz an, indem wir die drei 63kV-Kabel in Brand setzten, die an jedem der beiden Masten am Rande des Waldes von Saint-Vrain herabhängen und einen Teil des Stromversorgungsnetzes der Gegend versorgen.

Allein diese Worte: „Die Kabel liegen unter den Masten“.

Jane Birkin und die Glühwürmchen im Wald nebenan

Übersetzung gefunden auf de.indymedia.org

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In der Nähe von Balan: Sabotage des Chemiewerks in Ain https://attaque.noblogs.org/post/2023/10/06/in-der-nahe-von-balan-sabotage-des-chemiewerks-in-ain/ Fri, 06 Oct 2023 15:58:30 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=52464 Continuer la lecture ]]> Sabotage des Chemiewerks in Ain

Codename: Operation kalter Schweiß.
Ziel: Das Chemiewerk von Balan (Ain) lahmlegen.
Ort: Südöstlich von Dombes, 3,5 km von den Fabriken entfernt.
Aktionsfenster: Aufgehender Mond, letzte Maiwoche 2023.
Angewandte Methode: Sägen und dann niederschlagen Mast von der Hochspannungsleitung (63 kV), die den Zielort versorgt.

Zu erwartende Risiken :
• Gefahren, die mit dieser Art von Sabotageaktion verbunden sind (weitere Einzelheiten finden Sie in den Handbüchern).
• Bei Fabriken, die als SEVESO (Industrierisiken) eingestuft sind, führt jeder Stromausfall zu einer automatischen Abschaltung und löst den Einsatz der vor Ort stationierten Feuerwehrleute aus.
• Nähe zur Gendarmerie und zum Militärstützpunkt Valbonne.

Zusätzliche Schwierigkeiten :
• Vorbehaltlich günstiger meteorologischer Bedingungen (klare Nacht, niedrige Luftfeuchtigkeit, keine heftigen Winde)
• Absturz des Mastes an den Kabeln der Parallelleitung (der Standort Balan wird durch eine mit 63 kV verdoppelte Leitung versorgt)
• Distanz zwischen die Linien = 16 Meter
• Höhe des Pylons = 23 Meter

Ausrüstung: Bügelsägen, Sägeblätter, improvisierter Rammhammer zum Einstürzen des Pylons

Vorgehensweise: Nachdem die Schnitte mit den Handsägen durchgeführt wurden, nahm das Team die heikle und lautere Phase in Angriff. Zahlreiche Hammerschläge waren nötig, um den Mast endgültig zum Einsturz zu bringen. Wir konnten den Ort des Geschehens ohne Zwischenfälle verlassen.

Anmerkung: Die fieberhafte Freude, die uns erfasste, als der Mast fiel.

Spätere Kommentare: Mehrjährige Schadstoffe aus der Polymerproduktion. Kontinente voller Plastik schwimmen in den Ozeanen und dezimieren das Leben im Meer. Ganze Gebiete sind dazu verurteilt, als offene Mülldeponien zu dienen. Krebs und Krankheiten, die durch Verschmutzung durch petrochemische Prozesse verursacht werden. Dies ist das Gesicht der Welt, das sich aus dem Aufstieg der Petrochemie und der globalisierten Industriegesellschaft ergibt.
Für die Schönheit und Pracht des Lebens, für wilde Natur und ein autonomes und selbstbestimmtes Leben!

 

Übersetzt von: Kontrapolis

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Solidaritäts-Communiqué aus Bure bezüglich der Operation „Sibilla“ https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/29/solidaritats-communique-aus-bure-bezuglich-der-operation-sibilla/ Wed, 29 Dec 2021 19:28:32 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=47316 Continuer la lecture ]]> Eine neue repressive Operation namens „Sibilla“ zielt erneut auf Anarchist:innen in Italien

In den frühen Morgenstunden des 11. November gab es zahlreiche Hausdurchsuchungen in Cagliari, Cosenza, Cremona, Gênes, Lecce, Massa, Perugia, Rome, Taranto, Spoleto et Viterbo, wonach sechs Compas juristische Auflagen bekamen. Alfredo Cospito, der bereits in Terni in Haft sitzt, wurde in Untersuchungshaft verbracht (sic!). Michele, ein Genosse aus Spoleto, steht mit elektronischer Fußfessel unter Hausarrest. Vier weitere GefährtInnen stehen unter juristischer Kontrolle (Verbot die Gemeinde zu verlassen in der sie gemeldet sind, dreifaches vorstellen beim Kommissariat pro Woche).

Die Compas werden beschuldigt eine kriminelle Vereinigung nach §270bis (Vereinigung mit terroristischer Zielsetzung und Subversion der demokratischen Ordnung) gegründet zu haben. Hintergrund ist die Konzeption, der Druck und die Verteilung der anarchistischen Zeitung Vetriolo, Sprühereien von Inhalten der beleidigend und aufwieglerisch sein soll, sowie Beschädigung fremder Güter in einem Fall. Zudem werden sie mit §414 angeklagt (Anstiftung zu Straftaten); wegen der Redaktion und der Verteilung von Schriftstücken, deren inhalt zu Straftaten terroristischer und umstürzlerischer Art, die sich gegen Persönlichkeiten des Staates richten, anstiftet.

Zudem richtete sich der Angriff gegen zwei Informationsportale: roundrobin.info et malacoda.noblogs.org, die als erschwerender Umstand bezüglich des Aufrufes zu Straftaten (mit Mitteln der Informatik) hinzukommen. .

Von Bure aus wollen wir den Beschuldigten der „Operation Sibilla“ all unsere Solidarität und Unterstützung ausdrücken – wie auch gegenüber den Beschuldigten der anderen repressiven Operationen in Italien: Lince, Scintilla, Renata, Prometeo, Scripta Manent.

Diese Schläge erinnern uns an vergleichbare Angriffe auf das anarchistische Milieu in Frankreich in den vergangenen Jahren. Im Juni fand der Prozess wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung in Bure statt. Auch hier gab es harte Auflagen wie Kontaktverbote unter den Angeklagten, Verbote die Gemeinden um Bure aufzusuchen, Verbote das staatliche Territorium zu verlassen, Gebote Vorstellig zu werden usw. In einem Klima von Überwachung und Repression scheint der Staat gewillt zu sein den Widerstand gegen das Projekt der Tiefenendlagerung radioaktiver Abfälle in Bure zu vernichten.

Im März 2020 fand auf dem alten Bahnhofsgelände von Luméville nahe Bure eine Anti-Knast-Woche statt, mit der Motivation internationale Vernetzung voran zu treiben. Während der Woche gab es zahlreiche Diskussionen zu den Repressiven Operationen, Grenzen und Knästen, Flucht, das Untertauchen und weitere Reflektion zum Strafsystem. ReferntInnen aus unterschiedlichen Ländern konnten mithilfe eines Übersetzungssystems die verschiedenen Vorträge mehrsprachig durchführen. Es gab zudem Workshops zum Gefangenenschreiben, um die Isolation zu durchbrechen.

Im Vorfeld wurden des weiteren Gefangene einzeln kontaktiert, um sich schriftlich an der Antiknastwoche beteiligen zu können. Unter den Beiträgen befand sich auch einer von Alfredo Cospito. Der Brief handelte von Strategien der anti-autoritären Anti-Atomindustrie-Bewegung. Er schrieb unter anderem dass „wenn eineR von uns sich hinter Gittern“ befindet, die beste Art und Weise Widerstand zu leisten ist, die Kämpfe fortzuführen, für die jemand „angekettet“ ist“.

Im Rahmen der Operation Sibilla wird mit dem §414 aufgrund diesen Briefes, wegen eines weiteren Schreibens, das er im Juni 2019 ein Antiknast-Treffen adressierte, und für die Verfassung des Gesprächbandes „Welche internationale?“ angeklagt. Der Staat will die Compas hinter Gittern daran hindern ihre Überzeugungen zu vermitteln und dadurch am Widerstand teilzunehmen. Er verstärkt immer mehr die Isolierung der Gefangenen.

Von Bure aus wollen wir die Wichtigkeit internationaler Solidarität gegen die Repression welche unsere GefährtInnen trifft unterstreichen. Teilen wir unsere Überlegungen gegen jegliche Autorität. Lasst uns dies auf einer internationalen Ebene tun. Teilen wir die Reflektionen der Gefangenen. Der Widerstand endet nicht vor den Gittern: Treten wir der Repression entgegen.

Solidarität mit der Zeitung Vetriolo und den Portalen RoundRobin und Malacoda, die der Staat zensieren möchte. Solidarität mit Indymedia und anderen Seiten die trotz der Repression und Durchsuchungen weiterhin Gegeninformation veröffentlichen. Solidarität mit den Beschuldigten der Operationen Sibilla, Renata, Prometo, Scintilla, Lince und Scripta Manent. Unterstützung für ihr Umfeld. Für eine internationale Solidarität die der Repression entgegentritt und unsere Kämpfe stärkt!

Einige Compas aus Bure

 

[Übersetzung: Kontrapolis]

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Port-Saint-Louis-du-Rhône: Angriff auf Windkraftanlagen https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/12/port-saint-louis-du-rhone-angriff-auf-windkraftanlagen/ Sun, 12 Dec 2021 19:35:10 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=46992 Continuer la lecture ]]> Staatliche Reden und die Medienschau zum Klimawandel begleiten und legitimieren eine neue Transformation des technologischen Systems.
Die Diversifizierung und Vervielfältigung von Energiequellen, um die Ausbeutung und Kontrolle aufrechtzuerhalten: Wiederbelebung der Atomkraft, „Solarparks“, „Windparks“ für Telearbeit, Robotik, das Internet der Dinge, Elektroautos…

In einer Nacht Ende Oktober, als die Zeitungen über die COP26 und die Energiekrise berichteten, sabotierten wir drei Windturbinen des Windparks Port Saint Louis du Rhône. Nachdem wir das Lüftungsgitter geöffnet hatten, setzten wir die darunter liegenden Kabel und elektrischen Anlagen in Brand.

Für direkte Aktionen.

 

[Übersetzung: SchwazerPfeil]

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Toulouse: Das Netz zerfasern https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/12/toulouse-das-netz-zerfasern/ Sun, 12 Dec 2021 19:28:00 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=47018 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 17. auf den 18. November brannten im Stadtteil Toulouse Nord 4 Lieferwagen einer Glasfaserinstallationsfirma.

Die COP26 ist soeben zu Ende gegangen und die Mediendiskussion konzentriert sich auf die Wahl einer Energiequelle, die Frankreich souverän machen kann und nicht durch Umweltverschmutzung auffällt. In dieser apokalyptischen Landschaft ist der Ausbau des Breitband-Internets auf seinem Höhepunkt und kündigt bereits eine Gesellschaft an, in der der Staat immer mehr Energie benötigt, um die gesamte Wirtschaft über das Internet zu dematerialisieren. Deshalb haben wir versucht, einer Firma, die Glasfaserleitungen in Unternehmen installiert, den Weg zu versperren, indem wir ihre Fahrzeuge in Brand gesetzt haben.

 

[Übersetzung: SchwarzerPfeil]

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Saint-Etienne: Angriffe https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/12/saint-etienne-angriffe/ Sun, 12 Dec 2021 19:26:59 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=46990 Continuer la lecture ]]> In der Nacht vom 2. auf den 3. November 2021 führten wir einen koordinierten Angriff auf drei Mobilfunkmasten in der Umgebung von Saint-Etienne durch, indem wir sie in Brand setzten. (Und nicht nur einen, wie die Medien versuchten, es so aussehen zu lassen!)

Dadurch wurde die Telefonverbindung unterbrochen und die Abhängigkeit, die die Technowelt zum Überleben braucht, kurzzeitig unterbrochen.

(Wir könnten als Beispiel die Thales-Rüstungsfabrik in der Nachbarstadt nehmen oder die 80.000 Menschen, die eine Woche lang kein Telefon hatten, aber es gibt noch viele andere…)

Wir wollten nicht nur einen neuen Aspekt der Technologie (5G) angreifen, sondern unsere Feindseligkeit gegenüber dieser Gesellschaft als Ganzes zum Ausdruck bringen.

Lang lebe die Revolte!
Es lebe das Feuer!

A.C.R.A.T.E.S
(Koordinierte Vereinigungen für die Anti-Tech-Revolte und Öko-Sabotage)

 

[Übersetzung: SchwazerPfeil]

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Metz: Neues von Boris https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/12/metz-neues-von-boris/ Sun, 12 Dec 2021 19:16:07 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=47005 Continuer la lecture ]]> Entgegen unseren Erwartungen war die Beendigung der Sedierung vor etwa anderthalb Monaten [d. h. die Beendigung der Versetzung in ein künstliches Koma] nicht der Beginn einer deutlichen Genesung.

Boris befindet sich noch immer in der Abteilung für schwere Verbrennungen im Krankenhaus Metz, auf der Intensivstation. Sein Zustand ist fragil und instabil. Er ist immer noch nicht in der Lage, zu sprechen oder zu schreiben. Es ist nicht absehbar, wie lange es dauern wird, bis er seine Fähigkeiten wiedererlangen kann.

Darüber hinaus können seine Sachen nicht aus dem Gefängnis geholt werden. Es ist daher denkbar, dass die Ermittlungen zum Brand in der Zelle noch nicht abgeschlossen sind.

Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, wird es Neuigkeiten geben.

Anarchist*innen in Solidarität und Komplizenschaft

 

[Übersetzung: Kontrapolis]

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Les Mées: Ein Hochspannungsmast abgeschossen https://attaque.noblogs.org/post/2021/12/12/les-mees-ein-hochspannungsmast-abgeschossen/ Sun, 12 Dec 2021 19:15:22 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=46988 Continuer la lecture ]]> La Provence / 1. Dezember 2021

Die Ermittlungen wurden der Gendarmerie übertragen und von der Staatsanwaltschaft eingeleitet, um „die Ursachen für den Fall“ des Mastes zu ermitteln, wie der Staatsanwalt von Digne-les-Bains, Rémy Avon, betonte. Die Kriminaltechniker (Techniciens en identification criminelle, TIC) der Gendarmerie waren am Mittwoch den ganzen Vormittag vor Ort. Nach unseren Informationen lässt die vorsätzliche Tat kaum Zweifel aufkommen. „Diese Vorgehensweise wurde bereits in anderen Departements gesehen, aber nicht in Alpes-de-Haute-Provence“, betont eine dem Fall nahestehende Quelle.

In der Nähe eines Waldweges wurde ein Metallmast einer 225.000-Volt-Höchstspannungsleitung am Ort „Les Pourcelles“ in der Gemeinde Les Mées (3.742 Einw.) sabotiert. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden zwei der vier Füße offenbar mit einer Maschine vom Typ Trennschleifer abgesägt, wodurch der fast 20 Meter hohe Mast umstürzte. Nach Angaben des Stromnetzbetreibers Enedis (früher ERDF) führte der Umsturz des Mastes „nicht zu einem Stromausfall für die Kunden im Departement“.

Der Betreiber des Stromübertragungsnetzes (RTE) bestätigte, „dass es keine Auswirkungen auf die Stromversorgung gegeben hat“, erklärte ein Verantwortlicher. Die Stromflüsse werden nach einem Netz verteilt, das das Land abdeckt und im Falle eines Zwischenfalls einen Stromausfall in dem definierten Gebiet verhindert“.

Der Alarm wurde am Mittwoch gegen 9.30 Uhr ausgelöst. RTE-Teams begaben sich an den Ort des Geschehens und es wurden „Besichtigungen“ der Freileitungen in dem Gebiet durchgeführt. Es wurde ein Sicherheitsperimeter eingerichtet, auch wenn ein System die Leitung automatisch stromlos schaltet, wenn ein Mast zu Boden fällt.

Es ist eine völlig unverständliche Tat, man muss schon verrückt sein, um diese Tat zu begehen, die an Wahnsinn grenzt“, empörte sich Gérard Paul, Bürgermeister von Les Mées. Es ist eine grundlose Tat! Ich verstehe die Beweggründe für eine solche Tat nicht. Ich hoffe, dass die Ermittlungen zu einem Ergebnis führen und der oder die Täter hart bestraft werden“.

Böswillige Handlungen gegen die Infrastruktur öffentlicher Einrichtungen sind zwar selten, aber nicht unbedingt isoliert. Am 26. November wurde in Forcalquier gegen 20 Uhr ein Technikraum eines lokalen Sendemasten der Betreiber Orange und TeléDiffusion de France (TDF) aufgebrochen und vorsätzlich in Brand gesetzt. Einige Haushalte waren vorübergehend ohne Fernseh- und Mobilfunkempfang.

 

[Übersetzung: Kontrapolis]

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Montreuil: Support Marbré – Lass uns unsere Räume verteidigen – Die Stadt der Reichen angreifen! https://attaque.noblogs.org/post/2021/10/19/montreuil-support-marbre-lass-uns-unsere-raume-verteidigen-die-stadt-der-reichen-angreifen/ Tue, 19 Oct 2021 17:52:12 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=45897 Continuer la lecture ]]> Die Türen des Marbré haben sich in September 2009 geöffnet und seitdem ließen der Marmorstaub und die Glaswolle Platz für Wohnraum und einen Raum der radikalen, selbstorganisierten und autonomen* politischen Organisierung. In diesem Ort begegnen und lernen sich unterschiedliche Perspektive kennen, die einen unkommerzielen Umgang gegen Kapitalismus und jede Art der Unterdrückungen tragen, auf der Suche des Bruches mit dem Staat und allem Bestehenden. Die Hauptlinien um die sich Menschen rund um das Marbré herum organisieren sind das Wohnen, die Kämpfe gegen Gentrifizierung, soziale Kämpfe, verschiedene Arte des Einsperrens (Knäste, Abschiebelager, Zwangsunterbringung..), Spezismus, Feminismus und Grenzen.
Der Raum wird durch eine offene Vollversammlung organisiert und freut sich auf neue Menschen und neue Gruppen.

Ein paar Worte zur Situation

Wir wurden zum ersten Mal im Februar 2021 geräumt, aber das Gebäude wurde am nächsten Tag erfolgreich wieder besetzt, was uns viel Kraft gegeben hat. Seit September 2021 stehen wir vor einer neuen Räumungsbedrohung im Folge unseres Prozesses. In der Gerichtentscheidung die wir im Juni 2021 bekommen haben hies es, wir würden die normalen 3 Monate Räumungsfrist + 2 Monate extra Frist + die Winterpause (vom 1. November bis 1. April) bekommen. Doch der Gerichtsvollzieher will es nicht so wahr haben: wir bekammen die Aufforderund die Räume zum 23. September zu verlassen. Unsere juristische Strategie war, Einspruch beim dem JEX (Juge de l’Exécution, also „Durchführungsrichter“) gegen die Interpretation des Gerichtsvollziehers einzulegen. Unser Termin bei dem JEX war am 5. Oktober, doch die Entscheidung des JEX wird bis zum 16.november also mehrere Wochen dauern, während dessen wir noch in der Gefahr sind, geräumt zu werden.

Unsere politische Strategie war es vom 23. September bis zum 5. Oktober, mit maximaler Kapazität zu mobilisieren : jeden Tag haben wir Aktivitäten angeboten, andere lokale Squats und Kollektive eingeladen und haben uns für den Tag X vorbereitet. Natürlich bleiben wir mobilisiert nach dem 5. und es werden immer noch Workshops, Diskussionen usw. im Marbré stattfinden, solang wir den Raum halten. Wir lernen, gemeinsam mit dem Stress, mit der Müdigkeit und der Angst, den Raum zu verlieren, umzugehen. Zusammen erforschen wir die Solidarität und das Teilen von Kenntnissen. Klar macht uns die Perspektiv der Räumung Sorgen, aber wir sehen sie auch als eine kommende starke kollektive Erfahrung und wollen uns dem ganz hingeben, auch wenn wir noch am Anfang des Marathons stehen.

Wir laden euch also ein, zur Verteidigung unserer Räumen sowie des Marbrés teilzunehmen. Wenn ihr um die Ecke seid, könnt ihr vorbeischauen, Akivitäten anbieten oder daran teilnehmen, Präsenz zeigen. Erzählt andren davon. Es gibt eine Notfallliste mit Telefonnummern, die benachrichtigt werden im Fall einer Räumung, ihr konnt euch hinzufügen lassen indem ihr eure Nummer an lemarbre@riseup.net schickt oder bei einem Besuch im Marbré die Nummer hinterlasst. Bei einem Räumungsversuch gibt es eine Demo am nächsten Tag um 19Uhr, Startpunkt Mairie de Montreuil.
Jedes Zeichen der Solidarität ist willkommen : jede.r kann je nach Lust und Möglichkeiten gegen alle Akteure und Profiteure der Verdrängung, der Ausbeutung, der Urbanisierung und der Gentrifizierung agieren : Anwälte, Gerichtsvollzieher, Immobilienbüros, Restaurants, Bioläden und sonstige Ketten, Kameras und weitere Überwachungs- und Alarmsysteme, Baustellen der Urbanisierung wie zB. die vom Grand Paris, Infrastrukture der Telekommunikation, Bullenwachen, Gerichtshöfe, Stadtverwaltungen, Baufirmen und Profiteure der Gefängnisse und der Abschiebelager : Bouygues, Vinci, Eiffage, Spie und viele andere.

Lasst uns unsere Räume verteidigen und uns Räumungen und der Ausbeutung unserer Leben widersetzen.

Internationale Solidarität

Die Problematiken, die uns begegen, enden nicht an Stadt oder Staatsgrenzen und selbst wenn die Namen sich ändern, sind die Feinde überall die selben. Die internationale Solidarität bricht die Isolation in die die Repression uns zu zwingen sucht, sie macht uns stärker und weniger vereinzelt. In diesen Zeiten des Kampfes egal ob mit einem Lächeln auf den Barrikaden oder in Diskussionen, gehen unsere Gedanken auch an unsere FreundInnen die woanders auch gegen die Repression stehen müssen, : Solidarität mit dem Køpiplatz, mit dem EIF, mit la Trasheria und allen rebellischen, widerständigen Squats. Solidarität auch mit denen, die von repressions Operationen getroffen wurden, wie Operation Prometeo (Glückswünsche!), Bialystock und Scintilla, die Repression gegen den Gare in Athens, die 129§ Prozesse in Deutschland, und mit den GefährtInnen die in Frankreich und andererorts von Vorwürfen krimineller Vereinigung und Terrorismus getroffen sind, sowie allen eingesperten GefährtInnen.

Le Marbré

*Organisation ohne Gewerkschaften, Parteien, Institutionen und auf der Suche nach Hierarchiefreiheit

 

[Übersetzung: Kontrapolis]

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Grenoble: In Solidarität mit Boris https://attaque.noblogs.org/post/2021/10/01/grenoble-in-solidaritat-mit-boris/ Fri, 01 Oct 2021 17:41:51 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=45572 Continuer la lecture ]]> In Solidarität mit Boris, der seit einem Feuer in seiner Zelle seit inzwischen einem Monat im Koma liegt, wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag,6.September, ein Fahrzeug von Orange [frz. Mobilfunkanbieter] vor den Büroräumen von Orange im Zentrum von Grenoble  angezündet. Warum Orange? Einfach weil wir den Bericht über den Prozess von Boris gelesen haben und wir gesehen haben, dass Orange über seine Anwältin versucht hat unseren Gefährten so weit wie möglich in die Scheiße zu reiten. Natürlich sind die Richter, Staatsanwälte und Schließer ebenso verantwortlich für seine Lage, aber wir hatten Lust eine Kampagne gegen Orange zu starten, da Orange ein bisschen überall in unserer Greifweite liegt: zerstochene Reifen, eingeworfene Schaufenster der Stores, Tags, verbrannte Karren, verbrannte Masten, etc., für jeden Geschmack ist etwas dabei, derjenigen, die Lust haben an dieser kleinen Kampagne teilzuhaben, um zu zeigen, dass wir Boris nicht vergessen und dass wir an ihn denken, erhobenen Hauptes und mit feurigem Herzen!

Wir nutzen dieses kleine Communiqué um an der Debatte um anarchistische Solidarität teilzunehmen. Für uns sollte sich diese Solidarität nicht auf die Repression beschränken, und in all diesen Situationen scheint es uns wichtig, dass die Anarchist*innen sich gegenseitig unterstützen um zu zeigen, dass Affinität nicht nur ein sinnentleertes Wort ist. Insbesondere seit dem Beginn der Corona-Krise, die zahlreiche Anarchist*innen extrem isoliert hat. Wir wollten auch sagen, dass Solidarität nicht nur Angriff ist, dass es jede Menge Arten und Weisen gibt, seine Solidarität mit den Anarchist*innen um uns herum auszudrücken.

Wir nutzen es auch um lauthals das stachlige Problem auszudrücken, dass in diesen letzten Jahren unsere Angriffsziele auch diejenigen der Faschos/Verschwörungstheoretiker sind. Von Masten (erinnern wir uns, dass von quasi allen Prozessen wegen Funkmastbränden in Frankreich Boris der einzige gewesen ist, der keine Verschwörungstheorien ausgedrückt hat) bis hin zu Impfzentren. Was sagt das über den aktuellen Anarchismus? Und wie das angehen, sodass man die anarchistischen Aktionen nicht mit Aktionen von Verschwörungstheoretikern verwechseln kann und warum ist das wichtig? Dass die Linken seit Wochen Hand in Hand mit Faschos/Verschwörungstheoretikern auf die Straße gehen, sollte uns eine Warnung vor der Gefahr der Idee eines gemeinsamen Kampfes sein, die dazu führt, dass es uns egal ist, mit wem wir kämpfen, solange man die gleiche Praxis und das gleiche Ziel hat. Man vergisst, dass die Menschen, deren Handlungen man bejubelt, oder mit denen man demonstriert, Positionen haben, die hinsichtlich quasi allem mit den unseren in Widerspruch stehen, und dass wir in anderen Kontexten ihr Angriffsziel sein werden.

Viel Kraft und Mut für Boris und seine Lieben!

Einige solidarische Widerborste

 

[Übersetzung: de.indymedia.org]

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Montreuil: Solidarische Rauchsignale https://attaque.noblogs.org/post/2021/10/01/montreuil-solidarische-rauchsignale/ Fri, 01 Oct 2021 17:34:43 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=45535 Continuer la lecture ]]> Gestern abend, 21. August, wollten wir Boris, anarchistischer Gefährte, der wegen eines Feuer in seiner Zelle im Gefängnis von Nancy-Maxéville im Koma liegt, eine solidarische Botschaft schicken. In Montreuil schreitet die Gentrifizierung mit Riesenschritten voran, mit neuen Wohngebäuden, die dank des Ausbaus der U-Bahn für eine betuchtere Bevölkerung bestimmt sind. Wir sind keine Bewunderer der Elendsbehausungen der Armen und der Viertel, die vom Schwarzhandel zermürbt sind, eine einfache Form des Kapitalismus, wenn auch illegal.

Aber das Labyrinth aus Gassen zwischen den kleinen, selbstgebauten Häusern hat seinen Charme und erlaubt den Menschen, die dort leben, andere Beziehungen zu bilden, die weniger vom Geld bestimmt sind. Auch eine andere Beziehung zum Staat. Die verwinkelten Gassen machen die Videoüberwachung, die auch in Montreuil zunimmt (wie überall in Paris), weniger effizient.

In diesem Kontext ist die Werbung in wichtiger Vektor, um die kapitalistischen und autoritären Werte dieser Gesellschaft durchzusetzen: Eigentum, Konsum, Arbeit, „Erfolg“, Konformismus. Diese Ideen haben die Vorstellungskraft von fast allen kolonisiert, inklusive der ärmsten und marginalisiertesten sozialen Schichten. Dieser Konformismus des Denkens verhindert sich etwas anderes vorzustellen, ein anderes Leben. Wie soll man mit Menschen über Revolution sprechen, die nur von Reichtum, Familie, flüchtigen Gadgets träumen, die das gelebte Leben ausfüllen?

Deshalb dachten wir, dass ein Kastenwagen von JC Decaux [Werbeunternehmen] ein gutes Ziel wäre. Der, der in der Rue Ernest Savart geparkt war, wurde also den Flammen übergeben. Das gleiche Schicksal ereilte etwas weiter unten in der Rue Victor Beausse ein Kleintransporter von Enedis [Stromunternehmen] (nicht nötig, die in diesem am meisten nuklearisierten Land der Welt vorzustellen).

Nur Mut Boris!
Erhobenen Hauptes, mit feurigem Herzen!
Lang lebe die Anarchie!

 

[Übersetzung: de.indymedia.org]

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Bar-le-Duc: Presseerklärung der Atomkraftgegner*innen gegen das Atommüll Endlagerprojekt Cigéo und ihrer Anwält*innen https://attaque.noblogs.org/post/2021/10/01/bar-le-duc-presseerklarung-der-atomkraftgegnerinnen-gegen-das-atommull-endlagerprojekt-cigeo-und-ihrer-anwaltinnen/ Fri, 01 Oct 2021 17:32:08 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=45526 Continuer la lecture ]]> Die dreijährigen Ermittlungen haben es der Staatsanwaltschaft und dem Ermittlungsrichter des Gerichts von Bar-le-Duc, ermöglicht, die rechtlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Vorwurf der kriminellen Vereinigung zu nutzen, zur Unterdrückung der Anti-Atom-Bewegung gegen das geplante Endlager für radioaktive Abfälle in der Nähe des Dorfes Bure, in der Maas (Frankreich).

Heute hat das Strafgericht von Bar-le-Duc die Angeklagten vom Vorwurf der banden-mäßigen kriminellen Vereinigung freigesprochen. Diese Anklage lieferte den Grund für die Abhöraktionen, Überwachungsmaßnahmen, Hausdurchsuchungen und Aufenthaltsverbote für die Departement Maas und Haute-Marne.

Einige der Angeklagten wurden vor allem wegen politischen Straftaten verurteilt: Organisation einer nicht bei der zuständigen Versammlungsbehörde (Präfektur) angemeldeten Demonstration am 15. August 2017 und Teilnahme an einer aufgelösten Versammlung. Die Höchststrafe für diese Straftaten liegt bei einem Jahr bzw. sechs Monaten Gefängnis. Das Gesetz verbietet es Staatsanwälte und Ermittlungsrichter, Abhörmaßnahmen für die Untersuchung dieser Delikte zu veranlassen. Genau das ist jedoch geschehen unter dem Vorwand, es werde wegen dem Vorwurf der kriminellen Vereinigung ermittelt, diese Vereinigung existierte nur im Kopf des Staatsanwalts und des Ermittlungsrichters.

Die Verurteilungen

Zwei Personen, die von der Anklage der kriminellen Vereinigung und der Beihilfe zum Besitz von Sprengstoff freigesprochen wurden, erhielten eine neunmonatige Bewährungsstrafe für die Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration und die Teilnahme an einer polizeilich aufgelösten verbotenen Versammlung.
Eine Person, die von der Anklage der kriminellen Vereinigung und der Beihilfe zum Besitz von Sprengstoff freigesprochen wurde, wird wegen der Organisation einer nicht angemeldeten Demonstration und der Teilnahme an einer polizeilich aufgelösten verbotenen Versammlung zu 9 Monaten Haft* verurteilt.
Eine Person zu 6 Monaten auf Bewährung für die Teilnahme an einer polizeilich aufgelösten verbotenen Versammlung.
Eine Person wird wegen des Transports von Sprengstoff zu einer Bewährungsstrafe von 9 Monaten verurteilt
Eine Person wurde wegen des Besitzes von Sprengstoff zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten* und einem fünfjährigen Verbot für das Tragen von waffen verurteilt.
Außerdem bleiben alle bei den verschiedenen Durchsuchungen sichergestellten Gegenstände (Papiere, Telefone, Computer, Drucker usw.) beschlagnahmt.

* Niemand befindet sich derzeit in Haft, die Entscheidung fällt nach Ablauf der Berufungsfrist, die Einlegung der Berufung setzt entweder die haft aus oder der Haftrichter passt die Strafe der Situation an.

 

[Übersetzung: Eichhörnchen l’écureuille]

[en français][in italiano]

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Bure: ANDRA dégage – Vive le bricolage! https://attaque.noblogs.org/post/2021/10/01/bure-andra-degage-vive-le-bricolage/ Fri, 01 Oct 2021 17:27:43 +0000 https://attaque.noblogs.org/?p=45515 Continuer la lecture ]]> Rund um die Aktionstage gegen CIGEO am Rande des Rayonnantes Camps auf dem Bahnhof von Luméville im August ist einiges passiert. Eine kurze Einschätzung der Ereignisse und ein Aufruf zur Intensivierung unseres Widerstandes von ein paar Räuber*innen.

Aktionen im Vorfeld
Bereits vor dem Rayonnantes-Camp gab es Interventionen der Gruppe B.O.R.I.S.
In einer koordinierten Aktion gab es Angriffe mit Farbe und Glasbruch auf die Landwirtschaftskammer SAFER in Bar-le-Duc und Nancy. Auch die an der Zivilklage der Gemeinde Bure beteiligte Versicherungsgesellschaft Groupama wurde mit Sachschaden bedacht. Auf der zu renovierenden Zugtrasse zwischen Ligny und Gondrecourt sabotierten Aktivist*innen Teile der Gleise mit Wagenhebern.

Graffitis und Collagen vor dem Camp
In den Tagen vor Beginn des Aktionscamps vermehrten sich Sprühereien gegen das Endlager und zum Antrag auf Anerkennung öffentlichem Nutzens (DUP), etwa in Saudron und Mandres-en-Barrois. In vielen anliegenden Dörfern gab es Collagen und Plakatieraktionen, um auf die Demonstration des 21.08. in Horville, die DUP und das Rayonnantes Camp hinzuweisen.

Brennender 5G-Mast am 18.08.
Mit einem Bekenner*innenschreiben von „erleuchteten Jogger*innen“ gegen „5G und Kernkraft“ wurde die Zerstörung eines Funkmastes in der Nähe von Nancy begründet. Dieser stand in der Nacht auf den 19. August in Flammen.

Landwirtschafts-Aktion am 19.08.
Am Donnerstag verließen rund 100 Demonstrant*innen das Camp am Bahnhof von Luméville, um mit Samba und Parolen gegen drohende Landenteignungen und für kleinbäuerlichen Widerstand in Richtung Haute-Marne zu ziehen. Dort wurde kollektiv die Struktur eines landwirtschaftlichen Schuppens nahe der geplanten Bahntrasse errichtet. Das Ganze geschah unter den Augen der spät alarmierten Cops, die erst nach einer knappen Stunde auf die Bau-Demonstration aufmerksam wurden.

Sabotage am 21.08.
Fünf „Finger“, von denen einer im Camp verweilte, setzten sich im Umfeld von Gondrecourt-le-Château in Bewegung. Während die Cops sich am vor allem auf die „Goldenen-“ und blauen „Zirkusfinger“ konzentrierten, welche sich am offiziellen Treffpunkt in Horville südlich von Gondrecourt trafen, konnten sich der „Lila“ und der „Grüne“ Finger zunächst weitestgehend unbehelligt im nördlicheren Abainville einfinden. In Horville hatte die Präfektur vorsorglich sämtliche dekorativen Steine am Straßenrand verräumen lassen.
Nach der Teilung der beiden Demozüge in Abainville, die aus je ca. 200 Atomkraftgegner*innen in Maleranzügen bestanden, stoppten die Cops den „Lila Finger“ am Ortseingang von Gondrecourt. In diesem Demoszug gab es einen Übergriff auf die Begleitperson einer Rollstuhlfahrerin, der die Cops völlig grundlos auf den Kopf knüppelten. Später gelang es dem lila Demozug über den Stadtrand zum Logistik-Depot der ANDRA zu gelangen, wo er erneut mit Tränengas gestoppt wurde.
Der „Grüne Finger“ konnte derweil unter strahlender Sonne und mit geringst denkbarer Bullen-Begleitung entlang der Bahntrasse nach Süden ziehen. Während eine Gruppe das Nachrücken mit Barrikadenbau verhinderte, machten sich einige dutzend Aktivist*innen daran, Gleisabschnitte zu demontieren und zu verbiegen. Mit Rauch und Regenschirmen wurden sie von den Blicken des Gendarmerie-Hubschraubers und einem Aufklärungs-Flugzeug der Behörden geschützt. Nach einer guten Stunde zog der Demozug unter dem Motto „ANDRA dégage – Vive le bricolage“ weiter, um in die Nähe des „Lila Fingers“ zu gelangen.

Angriff auf das Depot am 21.08.
Dem „Goldenen Finger“ gelang es derweil von Süden her bis zum Depot des Endlagerkonzerns ANDRA zu gelangen und den Zaun wie auch die Fassade zu beschädigen. Beim Rückzug erfolgte die einzige Festnahme des Aktionswochenendes.
Während die „Lila“ Gruppe am Ortseingang nach Gondrecourt zum zweiten Mal gestoppt wurde, zog der „Grüne Finger“ zielstrebig zur Nordseite des ANDRA Depots. Im Handumdrehen ging der Zaun zu Boden und über hundert Aktivist*innen stürmten das Gelände. Während sich mit präparierten Farb-Feuerlöschern und Sprühdosen auf der Fassade ausgelassen wurde, zerstörten die Kernkraftgegner*innen einen Großteil der Fensterscheiben. Auch im Inneren des Gebäudes gab es Verwüstungen und ein Betriebsauto wurde demoliert und um 180° gewendet. Nach knappen zehn Minuten waren die Demonstrant*innen wieder von Gelände verschwunden – die nachrückende Hundertschaft kamen für jegliche Intervention zu spät. Die solidarische Haltung des „stressfreien“ blauen Fingers, die auf der entscheidenden Kreuzung Freudentänze zum Rhythmus von Samba und klirrenden Scheiben einlegten, erleichterte den Rückzug und schufen eine solidarische Bezugnahme.

Angriffe auf Bullen am 21.08.
Der Rückzug der fortan vereinten grünen und lila Demozüge erfolgte mit etwas Verzögerung. Leichte Scharmützel zwischen den Demonstrant*innen und Bullen, in Form von Pyrotechnik, Stein- und Tränengasbeschuss, füllten den Nachmittagsbeginn. Nach einer Ruhepause, während der die Beweismittel den Flammen übergeben wurden, zogen die Aktivist*innen entlang der Bahntrasse zurück nach Abainville. Die „Goldenen-“ und „Zirkusfinger“ hatte bereits den langen Rückweg in Richtung Camp angetreten.
Ab Abainville spitzte sich die Situation ein letztes Mal zu: Barrikaden hinderten die Cops am Nachrücken und die Demonstrant*innen mussten sich erneut gegen Tränengasgebrauch zur Wehr setzen. In der Nähe des Ortskerns flogen ordentlich Steine in Richtung Gendarmerie – sogar der stolze P4-Jeep wurde lädiert. Mithilfe der Unterstützung spontan improvisierter Shuttles konnten die Aktivist*innen mit Wasser versorgt und von einer langen Autoschlange in Sicherheit gebracht werden.

Fazit
In erfolgreichen Aktionstagen wurde in diesen Tagen erneut offensiv gegen die ANDRA und ihr Atommüllprojekt CIGEO vorgegangen. Es gab wenige Verletzte und nur eine Festnahme. In einem Schnellverfahren vor dem Gericht in Bar-le-Duc wurde die Person am Montag nach knappen 48 Stunden zu einem Meuse-Verbot verurteilt. Im September soll sie in einem Prozess wegen Sachbeschädigung und Ablehnung von DNA-Entnahme verurteilt werden. Die Bullenpräsenz blieb weit hinter den Befürchtungen zurück und somit kam es zu deutlich weniger Konfrontationen als üblich. Die Solidarität und der Mut, sowie eine für Frankreich neue dezentrale „Finger-Strategie“ waren aufgegangen und hatten die überraschend knapp aufgestellten Bullen in den Schatten gestellt. Es wurde erneut ein deutliches Zeichen gegen das Projekt gesetzt und nebst vielen inhaltlichen Veranstaltungen auch einiges an Wut nach Außen getragen. ANDRA strebt die Anerkennung öffentlichen Interesses (DUP) an und will bei der Enteignung und mit den Bauanträgen vorankommen. Am 15. September beginnt die „Öffentlichkeitsbeteiligung“ mit Anhörungen zur DUP in Montiers-sur-Saulx. Es ist höchste Zeit ihnen einzuheizen!

 

[Übersetzung: Kontrapolis]

[en français][in italiano][in English]

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